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Bibliografie

  • 240
  • 17,0 × 24,0 cm
  • Hardcover
  • 9783895335600
  • 2. Auflage 2009
  • Fotos

»Wir waren die Juddebube«

Eintracht Frankfurt in der NS-Zeit

Schicksal eines »Judenclubs«

Eintracht Frankfurt galt früher als »Judenclub«. Daher war die Eintracht von der Machtübernahme der Nazis stärker betroffen als andere prominente Fußballvereine. Matthias Thoma, der bereits mehrfach zur Geschichte der Eintracht publizierte und derzeit das Vereinsmuseum mit aufbaut, beleuchtet diese Phase in seinem Buch intensiv. Er verfolgt die Schicksale insbesondere jüdischer Mitglieder und untersucht die Methoden, wie die NS-Machthaber einen traditionell weltoffenen Verein unter ihre Kontrolle brachten.

Rezensionen

Buchautor Matthias Thoma beleuchtet detailgenau und kenntnisreich die Geschichte von Eintracht Frankfurt in der NS-Zeit. Jahrelang wühlte sich der Autor durch Archive, wälzte Akten und befragte eine Vielzahl von Zeitzeugen. Herausgekommen ist eine auch sprachlich ansprechende Übersichtsdarstellung, in der sich Thoma erfolgreich bemüht, ein Sittenbild vom Mikrokosmos des Frankfurter Großvereins in der NS-Zeit zu entwerfen.
Frankfurter Rundschau, 25. April 2007

In seinem Buch zeichnet Thoma den Prozess von diskriminierenden Sticheleien nach der Machtergreifung Hitlers bis zum Zusammenbruch des Vereinslebens im Krieg nach. Einzelschicksale liefern dabei eine bewegende Perspektive auf diese düstere Periode der Eintracht, lange bevor sie zum Phlegma-Klub vom Main avancierte.
11Freunde, Juni 2007

Matthias Thoma ist allen Fans der Frankfurter Eintracht mittlerweile ein Begriff. Sein neuestes Buch befasst sich intensiv mit den Ereignissen um und in dem Klub während der Nazi-Zeit, als durch Gleichschaltung und Nazi-Diktatur, durch Repressalien und Indoktrination, schließlich durch NS-Gewalt und Kriegswirren Schicksale bestimmt wurden, die bis zum Zusammenbruch auch des Vereins und darüber hinaus bis ins Private tragische Formen annahmen. Was sich in den zwei grausamen deutschen Jahrzehnten, den 30er und 40er Jahren, im Verein abspielte, schildert Thoma detailliert und unterfüttert von zahlreichen Gesprächen mit Zeugen aus jener Zeit: er entwirft so ein eindrucksvoll nachvollziehbares und tiefschürfendes Bild eines Fußballvereins, der wie alle anderen auch auf spezifische, aber doch auch typische Art ein Opfer einer der schwersten ideologischen Verirrungen und Verwirrungen aller Zeiten wurde.
Der tödliche Pass, November 2007

Thoma, der u. a. das Vereinsmuseum der SGE aufbaut, beleuchtet in seinem Buch die perfiden Taktiken der Nazis aus der Binnenperspektive des Vereins. In akribischer Arbeit hat der Autor wichtige Zeitzeugenaussagen zusammengetragen.
Notbremse, August 2007

Buch der Woche.
Sport Bild

Für geschichtsinteressierte Eintracht-Fans ein Muss.
FoutFourTwo, Juni 2007

Matthias Thoma recherchierte ausführlich das Wirken von Tätern und Mitläufern. Vor allem aber geht es ihm um die bedrückenden Schicksale der Opfer – jüdische Eintracht-Mitglieder, die ihre Heimat verlassen mussten oder ermordet wurden. Mit seiner berührenden Darstellung insbesondere menschlicher Einzelschicksale gelang Thoma eine längst überfällige Würdigung der Jahre 1933 bis 1945. Sie ist zugleich ein eindringliches Plädoyer gegen das Vergessen.
Schalke Unser, Dezember 2007

Ein großartiges und sehr persönliches Zeitzeugnis, das Matthias Thoma erarbeitet hat!
Fan geht vor, Mai 2007

Hardcover 19,90 €