» Buch Davidstern und Lederball

Buch Davidstern und Lederball

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Davidstern und Lederball

Die Geschichte der Juden im deutschen und internationalen Fußball

    • 512 Seiten
    • 14,0 x 21,2 cm
    • Hardcover
    • Fotos
    ISBN: 978-3-89533-407-8

    1. Auflage 2003

    Jüdische Sportler und Mäzene spielten in den frühen Jahren des Fußballs eine wesentliche Rolle – vor allem in Deutschland, Österreich und Ungarn. Jüdische Pioniere waren an prominenten Vereinsgründungen wie Bayern München, Austria Wien oder Eintracht Frankfurt beteiligt, jüdische Kicker verstärkten die deutsche Nationalmannschaft, jüdische Förderer trugen dazu bei, den Fußball zur Massensportart zu machen. Dieses Engagement, das ab 1933 ein gewaltsames Ende fand und seither in Vergessenheit geriet, wird von den Autoren erstmals ausführlich beschrieben. Dabei thematisieren sie auch die Diskriminierung, der jüdische Fußballer vielfach noch heute ausgesetzt sind.

    Inhaltsverzeichnis

    Grußwort
    Paul Spiegel

    Einführung
    Dietrich Schulze-Marmeling

    Teil I: Deutschland
    Vergessene Wurzeln: Jüdischer Fußball in Berlin
    Erik Eggers / Jan Buschbom

    »Sim Leiser« – die Berliner Fußball-Legende Leiserowitsch
    Werner Skrentny

    »Das waren alles gute Leute« – der FC Bayern und seine Juden
    Dietrich Schulze-Marmeling

    Walther Bensemann – ein internationaler Pionier
    Bernd-M. Beyer

    »Unendlich viel zu verdanken« – Jüdische Traditionen im Fußball-Süde
    Werner Skrentny

    Julius Hirsch – der Nationalspieler, der in Auschwitz starb
    Werner Skrentny

    Gottfried Fuchs – Nationalspieler mit Torrekord
    Werner Skrentny

    Frankfurter Eintracht und FSV: 1933 endet eine »gute Ära«
    Werner Skrentny

    Essen und das Ruhrgebiet – zwischen Lackschuhvereinen und Arbeitersportlern
    Georg Röwekamp

    Die Blütezeit des jüdischen Sports in Deutschland: Makkabi und Sportbund Schild, 1933 bis 1938
    Werner Skrentny

    Hapoel Bayreuth gegen Makabi Münchberg – die Ligen der »Displaced Persons«
    Werner Skrentny

    Maccabi in Schweinfurt – die Gegenwart des Verdrängten
    Werner Skrentny

    Eine Oase im NS-Sturm? – Der DFB und die Vergangenheit
    Erik Eggers

    Teil II: International
    »Körperlich ebenbürtig« – Juden im österreichischen Fußball
    Michael John

    »Muskel-Juden« – Mediale Repräsentationen des jüdischen Sports in Wien
    Matthias Marschik

    Hugo Meisl – der Visionär und sein »Wunderteam«
    Erik Eggers

    Willy Meisl – der »König der Sportjournalisten«
    Erik Eggers

    Friedrich Torberg – Schriftsteller und Fußballfan
    Dietrich Schulze-Marmeling

    »Hoppauf, Herr Jud!«
    Friedrich Torberg

    Die gescheiterte Assimilation: Juden und Fußball in Budapest
    Dietrich Schulze-Marmeling

    Béla Guttmann – Weltenwanderer ohne Kompromiss
    W. Ludwig Tegelbeckers

    Von Serbien nach New York, von Budapest nach Stockholm: Die Odyssee der »Konrad-Zwillinge«
    Werner Skrentny

    Fahrräder, Juden, Fußball: Ajax Amsterdam
    Dietrich Schulze-Marmeling

    Jean Bernard-Lévy – der Fußballverrückte von Paris
    Günter Rohrbacher-List

    Hakoahs Exodus: Importe für US-Profiligen
    Werner Skrentny

    Kulturtransfer, Netzwerk und Schlammschlacht. Exilfußball in New York und Shanghai
    Albert Lichtblau

    »Killer« and »Cat« – Die ungewöhnliche Karriere des Boxers und Fußballers Robert H. Winokur in Shanghai
    Michael John / Albert Lichtblau

    Zwischen Intifada und Champions League: Fußball in Israel
    Stefan Mayr

    Zu den Autoren

    Rezensionen

    Dem Verlag Die Werkstatt verdankt die Geschichtsschreibung des Sports viel. Mit ,Davidstern und Lederball’ ist den Göttinger Ballarchäologen nun vielleicht ihre wichtigste Publikation gelungen.
    Die Welt

    Ihren letzten großen Auftritt im deutschen Fußball hatten jüdische Trainer, Funktionäre, Mäzene und Journalisten am 12. Juni 1932 in Nürnberg beim Meisterschaftsfinale zwischen Bayern München und Eintracht Frankfurt. Es war das letzte Endspiel vor der Machtergreifung der Nazis. ... Dietrich Schulze-Marmeling erinnert in dem von ihm herausgegebenen Sammelband „Davidstern und Lederball“ an diesen Tag und an „das in offiziellen Chroniken in der Regel verschwiegene oder nur in wenigen Sätzen abgehandelte Wirken“ von Juden im Fußball. Eine Suche nach verwischten Spuren ist das, die auch über deutsche Grenzen hinaus reicht, besonders nach Österreich, wo Juden im Fußball eine noch wichtigere Rolle spielten.
    Süddeutsche Zeitung

    Eine absolut herausragende Veröffentlichung ist ein Sammelband über die Geschichte der Juden im Fußball. Hier liegt der Idealfall vor: Fußball- als Kulturgeschichte. Egal welches Kapitel man aufschlägt – man liest sich sofort fest.
    DIE ZEIT

    Das Buch verknüpft ein hohes Maß an sportlichem mit historischem Wissen.
    Jüdische Allgemeine

    Dietrich Schulze-Marmeling hat in seinen Büchern schon viele vergessene, verdrängte und verschwiegene Seiten des Fußballsports wieder in Erinnerung gebracht. Doch so viel unbekannte Geschichte und Geschichten, wie in dem von ihm herausgegebenen Buch „Davidstern und Lederball“ wurden selten in einem Sportbuch veröffentlicht. ... Man hätte sich gewünscht, dass der DFB dieses Buch herausgebracht hätte. Eine Pflichtlektüre.
    unsere zeit

    Dieses Buch dürfte nicht nur für Geschichte-Freaks ein echter Geheimtipp sein.
    Nordtribüne

    In ihren zuweilen spannend zu lesenden Beiträgen weisen die Autoren den verblüffend großen Anteil der Juden an der Popularität des Fußballs nach und verfolgen den oft verschlungenen Lebensweg einzelner Akteure. Der endete nach 1933 nicht selten im Exil, oder schlimmer, in den Vernichtungslagern der Nazis.
    Literatur-Report

    Ihre Geschichte wurde verdrängt, verschwiegen oder bislang nur auszugsweise erzählt: Welche Bedeutung Sportlern und Funktionären jüdischen Glaubens vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 im deutschen und internationalen Fußball zukam, ist einer breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Dieses Stück Fußballgeschichte aufarbeiten möchte das Buch „Davidstern und Lederball“, das im jüdischen Museum in Frankfurt vorgestellt wurde. Herausgeber Dietrich Schulze-Marmeling habe mit seinem Werk eines der wichtigsten Bücher der vergangenen Monate publiziert, sagte Prof. Dr. Lorenz Peiffer von der Universität Hannover, der den Band vorstellte. Auf mehr als 500 Seiten berichten die Autoren über jüdische Sportler und Mäzene, die vor allem in Deutschland, Österreich und Ungarn eine prägende Rolle gespielt haben.
    Frankfurter Rundschau

    Im Verlag Die Werkstatt erschienen ist eine Dokumentation über ein verdrängtes Stück Fußball-Historie. ... Das glänzend recherchierte und detailbesessene Werk von Dietrich Schulze-Marmeling berichtet über jüdische Sportler und Mäzene, die vor allem in Deutschland, Österreich und Ungarn eine prägende Rolle gespielt haben. ... Auch für die europäische Fußball-Kultur, so macht dieses Buch klar, bedeutete der Holocaust einen ungeheuren Verlust.
    RevierSport
    Jüdische Sportler waren maßgeblich an der Entwicklung des Vereinsfußballs in Europa beteiligt. Die offizielle Fußballgeschichtsschreibung hat dem bisher bestenfalls ansatzweise Rechnung getragen, oft genug hat sie diese Aspekte aber auch verschwiegen oder verfälscht. Umso erfreulicher, dass jetzt ein schon mehrere Jahre geplantes Projekt endlich zum Abschluss gekommen ist: Unter dem Titel „Davidstern und Lederball“ würdigen ein Dutzend Autoren erstmals in angemessenem Umfang maßgebliche jüdische Fussballpioniere. ... Das Buch „Davidstern und Lederball“ steht für ein Zusammenspiel von Geschichtswissenschaftlern, Migrationsforschern und leidenschaftlichen Fußballpublizisten.
    Die Wochenzeitung Zürich (WOZ)

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