» Buch Hann. Münden und die Schiffahrt auf Werra, Fulda und Weser

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Hann. Münden und die Schiffahrt auf Werra, Fulda und Weser

  • 176 Seiten
  • 17 x 24 cm
  • Hardcover
ISBN: 978-3-89533-441-2

1. Auflage 2003

Werra und Fulda, dem Thüringer Wald und der Hohen Rhön entsprungen, werden bei Hann. Münden um ihre Namen gebracht. Als Weser strömen sie bei Bremerhaven in die Nordsee. Der „Dreifluß“ bescherte seinen Nutzern kein leichtes Leben. Geröll- und Sandbänke, Felsriffe und der winterliche Eisgang machten die Schiffahrt zu einem gefährlichen Unternehmen. Zölle der zahlreichen Anrainerstaaten, die Begünstigung verschiedener Städte mit Schiffahrtsprivilegien und die Kampfmaßnahmen zu deren Umgehung sowie der Widerstand der Stromanlieger gegen das flußaufwärtige Schiffziehen trugen dazu bei, den Schifftransport zu erschweren, zu verlangsamen und zu verteuern.
Hann. Mündens zentrale Lage, die sehr frühe Privilegierung mit dem Stapelrecht durch die Welfenherzöge und deren jahrhundertelanger Schutz gegen die Bemühungen der hessischen Landgrafen um eine freie Flußschiffahrt bildeten wesentliche Eckpfeiler, die Stadt zu einem der einflußreichsten Schifferorte aufsteigen zu lassen.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bereiteten das Dampfschiff und die Eisenbahn der Mündener Schiffahrt ihr unwiderrufliches Ende. An ihre Stelle traten das noch aus der Blütezeit der Schiffahrt stammende Stadtbild und die Schönheit der „Landzunge zwischen Werra und Fulda umkränzt von lieblichen Bergen“ als reizvolle Anziehungspunkte für Besucher von nah und fern.
Das Buch lädt ein, die lange und ereignisreiche Geschichte der Schiffahrt auf der Werra, Fulda und Weser und die Hann. Mündens als ehemalige Schiffer-, Handels- und welfische Residenzstadt und heutiges Ferienziel nachzuerleben.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung
Von einer Ufersiedlung zur Stadt an der Werra
(Von den Anfängen bis 1200)
Zur topographischen Lage von Münden
Von Gimundi zu Hann.Münden
Die Ufersiedlung Altmünden
Siedlungs- und Rechtsvorgang von Mündens Stadtwerdung
Die Felsbarre in der Werra und wie die Mündener sie nutzten
(Um 1250)
Münden wird wieder welfisch
Das Stapelrecht als Privileg von Herzog Otto dem Kind
Münden gibt sich eine Stadtverfassung und nimmt
zwischenstädtische Beziehungen auf
(Von 1250 bis 1350)
Auf dem Wege zur städtischen Autonomie
Mündens zwischenstädtische Bündnisse
Herrschaftsnähe und herzogliche Residenz
(Von 1350 bis 1600)
Münden als herzogliche Leibzucht
Mündens Zeit als Residenzstadt
Streitereien um die Schiffahrt auf der Weser, Werra und Fulda
(Von 1400 bis 1700)
„Stapelrechtlicher“ Kleinkrieg
Die Mündener Schiffahrt im Aufwind
„Blutpfingsten“ von 1626
Vom Mündener Vorladerecht zum Drei-Schiffe-Privileg
Vergebliche Versuche zur Lösung der Schiffahrtsprobleme
auf der Fulda und Werra
Das Stapelrecht geht verloren
(Von 1700 bis 1830)
Vom Waren- zum Soldatentransport
Beschwerlichkeiten der Weserschiffahrt
Napoleon und die Schiffahrtsakte vom Jahre 1823
Friedrich Schillers Schmähung der Weser
Die Mündener Linnen-Legge und Fayence-Manufaktur
Das Ende der Mündener Schiffahrt
(Von 1830 bis 1850)
Dampfschiffe bedrängen den selbständigen Weserschiffer
Die Eisenbahn und Dampfschiffahrt als Kontrahenten und Partner

Auf dem Weg in eine neue Zeit
(Von 1850 bis heute)
Mündens Wandel zur Gewerbestadt
Münden als touristisches Reiseziel

Anmerkungen
Bibliographie
Personenregister
Ortsregister

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