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Neuigkeiten Ansgar Brinkmann zum 50. Geburtstag

Ansgar Brinkmann zum 50. Geburtstag

Der 5. Juli 1969 ist eigentlich ein ganz normaler Tag. Wenn man davon absieht, dass der „Club“ gerade das erste Mal aus der Bundesliga abgestiegen ist. Und dass der FC Bayern das erste Mal in der Bundesliga Deutscher Meister geworden ist. Und auch, weil der erste Mensch erst 16 Tage später den Mond betritt. Eigentlich ein ganz normaler Tag. Wenn da nicht im tiefsten Oldenburgischen Land ein kleiner Knirps mit Namen Ansgar als jüngstes von sieben Geschwistern an diesem Tag das Licht der Welt erblicken würde.
Vielleicht lag es auch daran, dass der große Pelé gerade auf der anderen Seite der Erde seinen besten Fußball spielte und ein wenig von dessen fußballerischer Genialität über den großen Teich sprühte. Und zur gleichen Zeit in Europa ein gewisser George Best seine große fußballerische Zeit hatte – samt Eskapaden neben dem Spielfeld.
Das alles zusammen mag dazu beigetragen haben, dass dem kleinen Ansgar nicht nur der Fußball schon früh in die Wiege gelegt war, sondern eben auch das Unbändige, Ungezähmte.
20 Jahre Profifußball von 1987 bis 2007 liegen vor ihm. Bundesliga, 2. und 3. Liga. Er wird zum Publikumsliebling – obwohl er ständig den Verein wechselt. Er gilt als einer der letzten Straßenfußballe“, als „weißer Brasilianer“, als Enfant terrible. So wie er Fußball spielt, gibt er sich auch im wahren Leben. Er ist direkt, geradeaus und eckt immer wieder mit seinen Meinungen an. Die letzte Station seiner langen Karriere, wie könnte es anders sein, spielt auf der kleinen ostfriesischen Nordseeinsel Juist.
Wir gratulieren heute Ansgar Brinkmann zu seinem 50. Geburtstag.

Rechtzeitig dazu erschien vergangene Woche sein neues Buch (zusammen mit Peter Schultz) mit seinen wöchentlichen Radiokolumnen: „Die Straße holt sich den Fußball zurück“. Seine ganz persönliche Kampfansage an die Kommerzialisierung des Fußballs ist wieder 100% Ansgar: direkte Ansagen, offensive Kritik, große Unterhaltung mit viel Witz und Selbstironie.

(Foto: Oliver Hugo)