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Buch Versteckspieler

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Versteckspieler

Die Geschichte des schwulen Fußballers Marcus Urban

    • 144 Seiten
    • 12,1 x 20,5 cm
    • Paperback
    • Fotos
    ISBN: 978-3-89533-611-9

    1. Auflage 2008

    Homosexualität gilt als letztes Tabu im Profifußball. Aus Furcht vor den öffentlichen Reaktionen hatte sich bis zu Thomas Hitzlspergers Outing im Januar 2014 kein namhafter Spieler geoutet. Marcus Urban brach als einer der Ersten das Schweigen. Einst galt er als eines der größten Talente des ostdeutschen Fußballs. Sport zog sich wie ein roter Faden durch sein Leben, war Abenteuer und Befreiung, zugleich aber eine schwere Kette für seine persönliche Entwicklung. Weil Urban um seine Zukunft als Fußballer fürchtete, verschwieg er seine Homosexualität.
    In dem bewegenden Buch schildert er diese schwierige Situation und seine seelische Zerrissenheit, aus der er sich erst spät befreite. Nach intensiven Gesprächen mit dem Journalisten Ronny Blaschke legt er seine Lebensgeschichte als Buch vor. Marcus Urban will dazu beitragen, dass dieses letzte Tabu im Fußball fällt, weitere Spieler seinem Beispiel folgen und Homosexualität auch im vermeintlich »männlichen« Sport als etwas ganz Normales betrachtet wird.

    Inhaltsverzeichnis

    Prolog
    Ohrfeige für den Blitzableiter
    Gespensternächte auf dem Rasen

    Exkurs:
    Im Spiel der Aussätzigen
    Der offene Rassismus wurde aus den Profiligen verdrängt. Fans flüchten sich in weniger tabuisierte Diskriminierungen – vor allem in Homophobie

    Herzklopfen an der Weltkarte
    Alltag mit Maske

    Exkurs:
    „Fußball ist alles – auch schwul!“
    Immer mehr schwullesbische Fanklubs werben in den Stadien um Akzeptanz, doch ihre Mühen werden von vielen Widerständen gebremst

    Die Mauer bleibt standhaft
    Abschied von Pelé

    Exkurs:
    „Ein Stück zu Hause“
    Fluchtpunkt, Krisenberatung, Gemeinschaft – in schwullesbischen Sportvereinen wie dem Berliner Klub Vorspiel wird nicht nur trainiert

    Zwischen den Welten
    Der Dammbruch

    Exkurs:
    Kampf dem Klischee
    Homophobie und Sexismus im Frauenfußball treten meist unterschwellig auf und basieren auf jahrhundertealten Geschlechterrollen

    Freischwimmen für Anfänger
    Entdeckung der Kunst

    Exkurs:
    Lotsen in der Grauzone
    Martin Schweer und Tatjana Eggeling gelten als Exoten in der Wissenschaft, die Homosexualität im Sport vernachlässigt

    Revolution mit Perücke
    Der Spatz lernt Fliegen

    Exkurs:
    Die Mauer bröckelt
    DFB-Präsident Theo Zwanziger bemüht sich um ein tolerantes Klima, die meisten Funktionäre behaupten sich dagegen als Verdrängungskünstler

    Lichtzeichen für den Suchenden
    „Das Einfache ist das Göttliche“
    Ausblick

    Adressen
    Quellen
    Fotonachweis
    Danksagung
    Der Autor

    Rezensionen

    Mit dem Portrait über Marcus Urban ist Ronny Blaschke ein rundum gutes Buch gelungen.
    DLF, 12. Oktober 2008

    Die Biografie ergänzt Blaschke mit vielen Infos zur Geschichte von Schwulen im Fußball, und liefert so eine umfassende Perspektive auf das Phänomen.
    11 Freunde, Dezember 2008

    Ein sehr interessantes Buch, das zum Nachdenken anregt.
    Notbremse, März 2009

    Das Buch gibt spannende Aufschlüsse über den Männlichkeitswahn einer Massensportart und die große Ignoranz eines Millionengeschäfts. es zeigt den Fußball von einer unbequemen Seite, die im Alltag gerne ausgeblendet wird. Unbedingt lesenswert"
    max.de, Oktober 2008

    Dieses Buch ist ein wichtiger Beitrag gegen den Starrsinn in den Köpfen vieler Fans, Spieler und Funktionäre.
    Männer, November 2008

    Das Buch ist wirklich lesenswert.
    Corny Littmann in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt, 30. Oktober 2008

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