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Buch Die »Löwen« unterm Hakenkreuz

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Die »Löwen« unterm Hakenkreuz

Der TSV München von 1860 im Nationalsozialismus

    • 208 Seiten
    • 17 x 24 cm
    • Hardcover
    • Fotos
    ISBN: 978-3-89533-645-4

    1. Auflage 2009

    Die Münchner »Löwen« zählen zu den wenigen großen Fußballvereinen, die schon vor 1933 eine deutliche Affinität zum erstarkenden Nationalsozialismus zeigten. Wie kam es dazu? Das Buch untersucht das politisch-soziale Milieu des Vereins in der Weimarer Zeit, beschreibt den Prozess der Gleichschaltung und erinnert an die Schicksale der wenigen jüdischen Vereinsmitglieder. Autor Anton Löffelmeier arbeitet im Münchner Stadtarchiv und publizierte mehrfach zur Fußballgeschichte der Stadt.

    Inhaltsverzeichnis

    Einleitung

    I. Kaiserreich und Weimarer Republik
    1.Großer Auftritt – Der Turnverein München von 1860
    feiert sein 50-jähriges Gründungsjubiläum
    2.Die Vereinsfamilie
    3.Die Fußballabteilung vor 1914
    4.Der Turnverein von 1860 – ein Arbeiterverein?
    5.Das Selbstverständnis des Turnvereins von 1860
    6.Der Erste Weltkrieg
    7.Revolution und Neubeginn
    8.Zwei Vereinsjubiläen
    9.Ein Verein wird groß: Wachstum und Erfolge in den 1920er Jahren
    10.Ein Thema mit Sprengkraft:
    Die Deutsche Turnerschaft fordert die „Reinliche Scheidung“
    11.Die Fußballabteilung in den 1920er Jahren
    12.Biographien
    Dr. Ernst Müller-Meiningen, Vereinsvorsitzender
    und bayerischer Justizminister
    Heinrich Zisch, Vereinsvorsitzender
    Franz Grundner – Festspieldichter I
    Ludwig Haymann – Karriere eines Boxers I

    II. Die Krisenjahre 1929-1932
    1.Zuschauer- und Mitgliederschwund
    2.Die Finanzkrise eskaliert
    3.Konkurrenz durch das Dantestadion
    4.Ein Leichtathletikstar wandert ab
    5.Das gesellige Vereinsleben bricht zusammen

    III. Der Verein im Nationalsozialismus 1933-1945
    1.Gleichschaltung, Ausschaltung und alte Kämpfer
    1.1. Auf dem Weg nach Potsdam
    1.2. Die Nationalsozialisten übernehmen in München die Macht
    1.3. Der Turn- und Sportverein von 1860 stellt sich auf die neue Zeit ein
    1.4. Jüdische Mitglieder und Anhänger des Vereins
    Julius Gerstle
    Emil Katz
    Siegmund Oppenheim 
    Richard „Little“ Dombi
    1.5. Die Umsetzung des Führerprinzips
    1.6. Die Etablierung der alten Kämpfer im Vereinsführerstab
    1.7. Machtwechsel in der Fußballabteilung
    2.Vereinsarbeit im NS-Staat
    2.1. Ideologische Aufrüstung für die Vereinsmitglieder: der Dietwart
    2.2. Die Partei greift in die Jugendarbeit der Vereine ein
    Zeitzeugenbericht Robert K.: „Ich hab halt gerne Fußball gespielt“
    3.Sportliche Höhen und Tiefen
    3.1. Die Fußballabteilung 1933-1939
    Exkurs: Das Verhältnis zu den Bayern
    3.2. Turner, Schwer- und Leichtathleten: eine Erfolgsgeschichte
    Zeitzeugenbericht Helmut Albrecht: „Turnen war mein Lebensinhalt“
    3.3. Die Olympiakämpfer kehren heim
    3.4. Der Staffellauf Grünwald-München
    3.5. Sportbegegnungen mit Frankreich
    4.Finanzielle Drahtseilakte – Die Stadt rettet den Verein vor dem Konkurs
    5.Biographien
    Heinrich (Heini) Eichinger, Turnwart und Olympiatrainer
    Josef Wendl, Fußballspieler
    Josef Obermeier, Leichtathlet und Sportlehrer
    Ludwig Haymann – Karriere eines Boxers II
    Franz Grundner – Festspieldichter und Pressewart II
    Wilhelm Hacker, Vereinsvorsitzender
    Fritz Ebenböck, Vereinsführer
    Sebastian Gleixner, Fußballabteilungsleiter
    Dr. Emil Ketterer, Vereinsführer

    IV. Der Verein im Zweiten Weltkrieg
    1.Von der versuchten Aufrechterhaltung der „Normalität“
    2.Pokalsieger 1942
    3.Der Sport unter Kriegsdruck
    Exkurs: Militärmannschaften
    4.Die letzten beiden Kriegsrunden

    V. Schwieriger Neubeginn

    VI. Schlussbetrachtung

    Anhang
    Literatur und Quellen
    Anmerkungen
    Namensregister
    Der Autor

    Rezensionen

    Die Aufarbeitung der Nazi-Phase in der fast 150-jährigen Geschichte des TSV München von 1860 war längst überfällig.
    Präsidium des TSV München von 1860

    Ein guter Anfang. Reinwaschen können sie die Vergangenheit nicht. Sollen sie auch nicht. Wichtig ist es, sie zu erkennen. Damit die braunen Flecken aus der Nazi-Zeit die letzten bleiben.
    Abendzeitung

    Anton Löffelmeier hat diese Verstrickung des TSV 1860 in die Machenschaften der Nationalsozialisten in seinem gerade erschienen Buch aufgearbeitet. Es ist eine bemerkens- und lesenswerte Dokumentation mit Personenporträts und Zeitzeugeninterviews.
    TZ München

    Anton Löffelmeiers sorgsam recherchiertes Buch wird eher Insider ansprechen: historisch Interessierte und Löwen-Fans, die ihren Klub so sehen wollen, wie er war. Erstmals erfährt man etwas über jüdische Mitglieder der Löwen; den Beschriebenen gelang gottlob die Flucht.
    Süddeutsche Zeitung

    Nazis, die glauben, auf der Tribüne bei den Löwen eine Heimat finden zu können, weil sich der Verein nie von seiner braunen Vergangenheit distanziert hat, ist damit die Argumentationsgrundlage entzogen.
    Der tödliche Pass

    Löffelmeier steigt ganz tief in die Archive und rekonstruiert die Geschichte des TSV 1860.
    Schalke Unser

    Gerade die vielen Einzelbiografien in dem Buch vermitteln einen Eindruck, wie das SYSTEM damals funktionierte.
    Der Übersteiger

    Seit vielen Jahren mahnen die LÖWENFANS GEGEN RECHTS an, dass es keine Aufarbeitung der Geschichte des TSV 1860 während der Nazizeit gibt. Der Verein hat sich bislang immer schwer mit dieser Thematik getan, entsprechend wenig intensiv war bislang auch die Darstellung dieser Zeit in den offiziellen Vereinschroniken. Die LÖWENFANS GEGEN RECHTS freuen sich daher sehr, dass mit dem diese Woche erschienenen Buch von Anton Löffelmeier nun endlich eine umfassende Arbeit hierzu vorliegt. Wir haben das Entstehen des Buches mit initiiert und im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützt. Unser besonderer Dank gilt dem Autor Anton Löffelmeier.
    Löwenfans gegen Rechts

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