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Buch Hertha unter dem Hakenkreuz

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inkl. MwSt.

6. Platz 2009

Hertha unter dem Hakenkreuz

Ein Berliner Fußballclub im Dritten Reich

    • 288 Seiten
    • 17 x 24 cm
    • Hardcover
    • Fotos
    ISBN: 978-3-89533-644-7

    2. Auflage 2013

    Ein hauptstädtischer Repräsentationsverein mit Wurzeln im proletarischen Wedding – die Ausgangslage bei der »Gleichschaltung« des Fußballclubs Hertha BSC war widersprüchlich. Der an der FU lehrende Historiker Prof. Daniel Koerfer hat diesen Prozess eingehend analysiert und dabei bislang kaum erschlossene Quellen ausgewertet. Er benennt Täter und Opfer und untersucht insbesondere die Beziehungen des damaligen Berliner Fußballhelden Hanne Sobek zur NSDAP.

    »Das ist ein interessantes Stück Alltagsgeschichte. Eine Geschichte voller Beschämungen, voller Niederlagen und Kompromisse. Das ist auch eine Überlebensgeschichte.«
    (Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse)

    »Koerfer hat mit seinem Team eine verblüffende Fülle von Material aus unterschiedlichen Archiven zusammengetragen. (…) Wer sich darauf einlässt, dem eröffnet sich eine für uns heute völlig fremde, ferne Welt.«
    (Marcel Reif)

    Inhaltsverzeichnis

    Prolog
    Einleitung

    I.Roter Wedding
    II.Hertha B.S.C und die nationalsozialistische Gleichschaltung
    III.Allenthalben kleine Hitler: Das „Führerprinzip“ setzt sich durch
    IV.Der neue Kurs
    V.„Dietwart“ Karl Neumann: NS-Propagandist und Schlüsselfigur
    VI.Hanne Sobek: Herthas Held?
    VII.Einschwenken der Vereinsspitze auf das braune Regime
    VIII.Rassenantisemitismus als Waffe im Rosenkrieg: Die „Pfeiffer/Horwitz-Krise“
    IX.Krisenmanagement: Das neue Team Rinderspacher/Windgassen
    X.Kooperationssignale in der Finanzkrise: Das „Ehrenmal für die Gefallenen“
    XI.Gelungene Stabilisierung – mit Hilfe der Staatsmacht
    XII.Hertha B.S.C. und der Hitler-Mythos 1939
    XIII.Der Verein im Krieg: Fußball als Ablenkungselixier
    XIV.Führungswechsel 1940: braune Hülle, blauer Kern?
    XV.Propagandareise im Staatsauftrag: Der „Schwur von Pressburg“
    XVI.Interner Zusammenhalt: Der „Feldpost“-Briefwechsel
    XVII.Herthaner an der Ostfront
    XVIII.Fußballspielen für den „Endsieg“ – auch mit Zwangsarbeitern
    XIX.Der Ball muss rollen – bis zum Untergang
    XX.Sowjetische Lagerwelten: Die wundersame Rettung des Heinz Tamm
    XXI.In der roten Knochenmühle: Georg Jung und Erhard Siebeck
    XXII.Auferstanden aus Ruinen
    XXIII.„Hertha war kein Nazi-Klub“ – eine Bilanz

    Epilog
    Anmerkungen
    Quellen- und Literaturverzeichnis
    Glossar: Die Schlüsselpersonen von Hertha B.S.C. 1930 - 1950

    Rezensionen

    Selten habe ich die rasante Selbstunterwerfung der Deutschen unter die neue Diktatur, unter Hitler, so optisch schlagend vorgeführt gesehen ... eine verblüffende Fülle von Material aus unterschiedlichen Archiven ... Wer sich darauf einlässt, dem eröffnet sich eine für uns heute völlig fremde, ferne Welt.
    Marcel Reif in der Süddeutschen Zeitung

    Das ist ein interessantes Stück Alltagsgeschichte. Eine Geschichte voller Beschämungen, voller Niederlagen und Kompromisse. Das ist auch eine Überlebensgeschichte.
    Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse

    Das Buch wird seinen Platz im künftigen Hertha-Museum finden. Eine Lücke in der Klub-Historie ist geschlossen.
    Berliner Zeitung

    Koerfer zeichnet ein lebendiges, stets um Differenzierung bemühtes Bild. ... Eine faire Studie.
    FAZ

    Der an der FU Berlin lehrende Historiker benennt Täter und Opfer, stellt aber auch fest: „Hertha kommt aus dem roten Wedding und ist per se kein Nazi-Verein“.
    FAZ

    Der Historiker Daniel Koerfer hat über den „Berliner Fußballclub im Dritten Reich“ vorzügliche 270 Seiten geschrieben, und viele Leser werden sich wünschen, er hätte nicht vor 500 aufgehört. Es ist eine imponierende Arbeit. Dass sie veranlasst und getan wurde, leuchtet bei und nach der Lektüre unmittelbar ein. ... In Koerfers Buch ist viel Quellenstudium eingeflossen, umso erstaunlicher ist seine gute Lesbarkeit.
    Cicero

    Die große Stärke der Studie sind die persönlichen, oft beklemmenden Geschichten – stellvertretend für die Widersprüche ihrer Zeit. ... Ein Stück Alltagsgeschichte aus dem Dritten Reich.
    Süddeutsche Zeitung

    Er hat nun ein auf Recherchen in Akten und Zeitungen sowie Gesprächen mit Zeitzeugen basierendes Buch mit wunderbaren Fotos vorgelegt, das sich von der ersten bis zur letzten Seite spannend liest und eindrucksvoll demonstriert, wie lebendig Zeitgeschichte geschrieben werden kann.
    Deutschland Radio

    Das große Verdienst der Studie von Daniel Koerfer liegt darin, dass sie mehr ist als ein Stück Vereinsgeschichte aus düsteren Zeiten. Vielmehr liefert sie einen beeindruckenden Beitrag zum Alltagsleben unter der Diktatur.
    Der tödliche Pass

    Die Parallelen zum Schicksal der Schalker liegen auf der Hand und machen das Werk auch für Nicht-Berliner zu einer lohnenden Lektüre – für Jung und Alt.
    Schalke Unser

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