» Buch »Der König aller Sports«

Buch »Der König aller Sports«

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4. Platz 2008

»Der König aller Sports«

Walther Bensemanns Fußball-Glossen

    • 256 Seiten
    • 13,9 x 21,2 cm
    • Hardcover
    • Mit einem Vorwort von Karl-Heinz Heimann, Herausgeber des »Kicker«
    ISBN: 978-3-89533-603-4

    1. Auflage 2008

    Walther Bensemann gilt als eine prägende Figur der Fußballgeschichte. In Süddeutschland wirkte er Ende des 19. Jahrhunderts als legendärer Pionier; während der Weimarer Zeit gründete er den »Kicker« und glänzte als scharfsinniger Beobachter des Spiels. »Nie hat jemand im deutschen Sport geschliffener geschrieben«, urteilte später der renommierte Sportfeuilletonist Richard Kirn über Bensemann. 1933 musste der Kosmopolit jüdischer Herkunft in die Schweiz emigrieren, wo er ein Jahr später starb. Seit 2006 erinnert an ihn der »Walter-Bensemann-Preis«, der bisher an Franz Beckenbauer und an Alfredo di Stéfano verliehen wurde.
    Das vorliegende Buch versammelt Bensemanns beste »Kicker«-Beiträge aus den Jahren 1920 bis 1933. Damit ist nicht nur ein glänzendes Stück Fußball-Feuilleton dokumentiert, sondern zugleich ein eindrucksvolles Panorama des Fußballs jener Zeit eröffnet.

    Inhaltsverzeichnis

    Vorwort von Karl-Heinz Heimann
    Walther Bensemann: Pionier deFußballs, Grand Old Man der Sportpublizistik
    Vorbemerkung zu den ausgewählten Texten

    Vorgeschichten 1883 bi1920
    Schweizer Erinnerungen
    [Die ersten Fußballkontakte | »Der Kicker« vom 4. August 1920]

    Die Uranfänge deKarlsruher Associationssports
    [Ein Rückblick nach 40 Jahren | »Badische Presse« vom 21.September 1929]

    Olle Kamellen
    [Auden Pioniertagen | »Der Kicker« vom 20. Oktober 1931]

    Aufruf
    [»An die Herren Capitaine aller Fussballclubin Deutschland!« | »Spiel und Sport« vom 15. Dezember 1894]

    Eine missglückte Verteidigung kritisch beleuchtet
    [Der Streit um die England-Spiele | »Spiel und Sport« vom 13. Januar 1900]

    Dieater
    [Über daStadionunglück von Glasgow 1902 | »Der Kicker« vom 12. April 1921]

    Der Fußballsport alKulturfaktor im englischen Volksleben
    [Ein Plädoyer | »Sport« (Bern) vom 4. November 1910]

    Die Engländer und der Krieg nach dem Krieg
    [»Ein offner Brief an Mr. F. J. Wall, Sekretär der Football Association« | »Der Kicker« vom 22. September 1920]

    Glossen 1920 bi1933
    DaUlmer Niveau
    [Über die Aufgaben der Fußball-Bewegung | »Der Kicker« vom 14. Juli 1920]

    Nr. 24566
    [Über daVerbot, Fußball zu spielen | »Der Kicker« vom 25. August 1920]

    Weihnachtsglossen
    [Über die Aufgaben de»Kicker« | »Der Kicker« vom 22. und 29. Dezember 1920]

    Mangelnde Kinderstube
    [Mit »Kuhwedel« im Ausland | »Der Kicker« vom 25. Januar 1921]

    Um einen Pokal
    [Über die deutsch-französischen Sportbeziehungen | »Der Kicker« vom 19. April 1921]

    Münchner Vorsommer
    [Bayern München – Blauw Wit Amsterdam | »Der Kicker« vom 30. Mai 1921]

    Genfer Skizzen
    [Über den Wert eineguten Diner| »Der Kicker« vom 14.November 1921]

    Der Scheinkampf zwischen dem Sportsgötzen und dem Christentum
    [Über Vorurteile gegen den Fußball | »Der Kicker« vom 26.Dezember 1921]

    Der interessanteste Tag meineLebens
    [»Kuhwedel« besucht die Redaktion | »Der Kicker« vom 27.Februar 1922]

    Prager Eindrücke
    [Bilanz eineBesuchin der Tschechoslowakei | »Der Kicker« vom 7. Juni 1922]

    Drei Stunden 5 Minuten
    [»DaEntscheidungsspiel um die Deutsche Meisterschaft zwischen 1. F.C. Nürnberg und Hamburger Sp.V. wird nach 185 Minuten 2:2 unentschieden abgebrochen« | »Der Kicker« vom 19. Juni 1922]

    Wie daVaterland gerettet wurde
    [Über den Wert von Statistiken | »Der Kicker« vom 3. Juli 1922]

    Münchner Stimmungen
    [Politik beim TSV 1860, Sport beim FC Bayern | »Der Kicker« vom 30.Januar 1923]

    Niederösterreich schlägt Süddeutschland 4:2
    [»Mässige Leistungen beiderseit– 60.000 Zuschauer – Eine grosse Enttäuschung nach Lausanne« | »Der Kicker« vom 21. März 1923]

    Im Reiche Masaryk’
    [»Allgemeine Betrachtungen und ein interessanteLänderspiel. Tschechoslovakei 4, Jugoslavien 4« | »Der Kicker« vom 31. Oktober 1923
    Die Corinthianin Hamburg
    [Über daSpiel Hamburger SV gegen Corinthian| »Der Kicker« vom 25. April 1924]

    Olympischer Bummel
    [Daolympische Fußballturnier 1924 in Paris, 1. Bericht | »Der Kicker« vom 3. Juni 1924]

    Olympischer Bummel II
    [»Die Fussball-Olympiade 1924«, 2. Bericht | »Der Kicker« vom 11. Juni 1924
    Glossen
    [Über die Beschlüsse deDFB gegen daProfitum | »Der Kicker« vom 17. Februar 1925]

    Glossen
    [Eine kurze Polemik gegen Guido von Mengden | »Der Kicker« vom 29. Juni 1925]

    Glossen
    [Über den »sportsman« | »Der Kicker« vom 23. März 1926]

    Schweizer Fahrt
    [Gedanken zum Tod von Fritz »Ette« Boxhammer | »Der Kicker« vom 28. April 1926]

    Rundfahrt
    [Triumphzug der siegreichen »Club«-Elf durch Nürnberg | »Der Kicker« vom 21. Juni 1927]

    Fahrtenbuch
    [Die jährliche Reise nach Montreux | »Der Kicker« vom 28.Dezember 1927 und vom 3. Januar 1928]

    Glossen
    [Über den Boykott deDFB gegen ausländische Profiteam| »Der Kicker« vom 4. September 1928]

    Glossen
    [»DeutschIand - Schweden 3:0 (1:0)« | »Der Kicker« vom 25.Juni 1929]

    Deutschland - England 3:3
    [Daerste Spiel gegen England nach dem Krieg | »Der Kicker« vom 13. Mai 1930]

    In memoriam
    [Gedanken zum Tod von HanGamper | »Der Kicker« vom 9.August 1930]

    Fahrtenbuch
    [»Schweden - Deutschland 0:0« | »Der Kicker« vom 23. Juni 1931]

    Glossen
    [Über Fremdwörter im »Kicker« | »Der Kicker« vom 1.September 1931]

    Zürichgrosser Tag
    [»Mitropa-Cup-Final Vienna - WAC. 3:2« | »Der Kicker« vom 10.November 1931]

    Fahrtenbuch
    [»Der grosse österreichische Sieg: Schweiz - Oesterreich 1:8 (1:2)« | »Der Kicker« vom 1. Dezember 1931]

    D.F.B. – Everton
    [Englische Profizu Besuch in Deutschland | »Der Kicker« vom 1. Juni 1932]

    Glossen
    [Vor einem Länderspiel in Italien | »Der Kicker« vom 20.Dezember 1932]

    Der deutsche Fussball auf Abwegen
    [»Italien - Deutschland 3:1« | »Der Kicker« vom 3. Januar 1933]

    Fahrtenbuch
    [Gedanken in einer neuen Zeit | »Der Kicker« vom 14. März 1933]

    Daten zu Walther Bensemann und dem »Kicker«
    Glossar der häufig erwähnten Personen

    Rezensionen

    In Beyers kluger Auswahl behalten selbst die eitlen Schreibvolten ihren Charme.

    Frankfurter Allgemeine Zeitung

    „Der König aller Sports“.
    Nein, das Zitat stammt nicht aus dem Mund eines der kickenden Sprachminderleister, die ab heute unser Land bei der EM vertreten. Es stammt von jemandem, an den zu erinnern man gar nicht müde werden kann. Walther Bensemann war einer der Väter des deutschen Fußballs. Er gründete den DFB mit, er organisierte, die ersten Länderspiele. Und ihm verdanken wir den „Kicker“, die Bibel der Fußballgläubigen in diesem Land. 1920 hat ihn der 1873 als Sohn einer begüterten jüdischen Familie in Berlin geborene Fußballpionier in Konstanz ins Leben gerufen. Fußball war ihm Mittel zur Völkerverständigung, zur Übung von Toleranz und Fairplay. 1933 musste er vor den Nazis fliehen und starb 1934 verarmt im schweizerischen Montreux. Das Gedächtnis an Bensemann hält seit zwei Jahren der Deutsche Fußball-Kulturpreis wach, der nach ihm benannt ist. Und Bernd-M. Beyer, der nach einer umfangreichen Biografie Bensemanns nun dessen Fußball-Glossen in einem Band vereint hat. Dokumente einer anderen Zeit. Als Fußballexperten noch ordentlich Deutsch konnten.
    Welt Online, 7. Juni 2008

    „Der Tritt beim Fußball ist mir stets als eine vornehme und elegante Bewegung erschienen, welche die Freude meiner Knaben- und Jünglingsjahre bildete. Ich kann mir für einen gesunden Buben nichts Schöneres vorstellen, als wenn der Verteidiger den Ball richtig und geschickt in der Luft mit dem Fuß abfasst, oder wenn er ihn als Stürmer so in das feindliche Tor platziert, dass dadurch der Sieg errungen wird.“ Blumige Zeilen aus der Feder von Walther Bensemann, der zweifelsohne zeitlebens sein Herz dem runden Leder schenkte.
    Der Gründer des Kicker-Sportmagazins gilt als einer der großen Pioniere des deutschen Fußballs und war ein ebenso streitbarer wie begabter Charakter. Bensemann, ein Jude, der 1933 vor den Nazis ins Schweizer Exil flüchten musste, war nicht nur prägend für den vorherrschenden Stil im deutschen Sportjournalismus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sondern setzte sich mit großem Enthusiasmus für den länderübergreifenden Wettstreit ein.
    Geprägt von den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs trug er unermüdlich, bisweilen polemisch, sein Anliegen vor, dass Fußball eine internationale Angelegenheit sei, dazu geschaffen, Menschen verschiedenster Herkunft und Nationalität zu vereinen. Zu Papier brachte er diese Ansichten in seinen zahllosen Kicker-Leitartikeln, die Bensemann selbst als „Glossen“ bezeichnete. Erstaunlich ist die Vielfalt der Themen, die er als Autor abhandelte. Ein Sammelband fasst die besten seiner Leitartikel nun zusammen.
    11Freunde, Juli 2008

    Für die Kollegen beim Nürnberger kicker-sport-magazin heißt das Ressort außerhalb des Fußballs „Anderer Sports“. Eine Formulierung, die es in der deutschen Sprache nicht gibt, die Außenstehende verwundern mag und die doch im Sprachgebrauch der Redaktion zum Alltag gehört. Wie ein Selbstläufer, der sich fortpflanzt von Generation zu Generation. Wer es bisher noch nicht wusste, der erfährt nun den Ursprung dieser Redewendung – sie stammt von Walther Bensemann, einem Pionier des Fußballs und Gründer des kicker, von ihm nachzulesen auf Seite 85 eines Buches mit dem Titel „Der König aller Sports“. Er nennt den Fußball „König“, der große Rest ist „Sports“, angelehnt an die englische Sprache.
    Im „König aller Sports“ hat Bernd-M. Beyer Bensemanns Leitartikel, die er „Glossen“ nannte, zusammengestellt.
    Man liest es – hingerissen und wehmütig zugleich.
    SPORTJournalist, Juni 2008

    Walther Bensemann, Fußball-Pionier und Gründer des Kicker, hat mit seinem Sportjournalismus in den 1920er-Jahren Maßstäbe gesetzt. Die besten Beiträge des streitbaren Publizisten liegen jetzt in Form des kleinen, edlen Sammelbandes „Der König aller Sports – Walther Bensemanns Fußball-Glossen“ von Bernd-M. Beyer vor.
    In seinen glänzend formulierten Kicker-Leitartikeln, die er „Glossen“ nannte, nahm Walther Bensemann sich alle Freiheiten, von denen Zeitungsautoren träumen. Ätzende Satire steht neben melancholischer Erinnerung, liebevolle Reiseeindrücke neben witzigen Spielberichten, klassische Dichterworte neben deftigem Humor. Und immer schimmert Bensemanns sportliches Ideal durch: dass der Fußball eine internationale Angelegenheit sei, dazu geschaffen, über alle Grenzen hinweg völkerverbindend zu wirken. Für dieses Ziel warb er unermüdlich in seiner Zeitung, dafür stritt er sich heftig mit den seinerzeit engstirnigen Köpfen des DFB.
    VIP-Webguide.de, 11. Juli 2008

    Bensemann schrieb keine Leitartikel. Er lieferte, vor allem in den „goldenen Zwanzigern“, Literatur in einer hinreißenden Sprache.
    Dithmarscher Landeszeitung, 14. Juli 2008

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