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Buch Niemand siegt am Millerntor

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Niemand siegt am Millerntor

Die Geschichte des legendären St. Pauli-Stadions

    • 208 Seiten
    • 21,0 x 29,7 cm
    • Hardcover
    • Mit ca. 300 Abbildungen
    ISBN: 978-3-89533-600-3

    1. Auflage 2008

    Das Stadion ist weder schön noch sonderlich alt, großer Fußball wurde selten geboten, Meisterschaften nie gefeiert. Und doch gehört »das Millerntor« zu den legendärsten deutschen Fußballtempeln. Denn hier lag in den neunziger Jahren die Geburtsstätte einer neuen, bunten Fankultur. Bis heute sind die stets gefüllten Tribünen des Millerntors ein Hort authentischer Kreativität. Das erschöpft sich nicht in originellen Sprüchen, sondern beinhaltet auch eine kritische Distanz zur Kommerzialisierung des Spiels: Der FC St. Pauli ist der einzige deutsche Profiverein, dessen Mitglieder es per Beschluss verhindert haben, dass ihr gediegener Stadionname gegen gutes Geld an einen Sponsor verschachert wird …

    Inhaltsverzeichnis

    Willkommen zu Hause
    Das Millerntorstadion im Zeichen des Wandels – ein Vorwort

    Kapitel 1 – Frühgeschichte
    Vom wahren Millerntor
    Kleine Geschichte eines großen Namens
    Bodenständig für immer
    Die typischen Merkmale des Standorts Heiligengeistfeld
    Von Falke bis Fichte
    Die anderen Millerntorklubs
    Fußball ohne Stadion
    St. Paulis Plätze bis 1945
    Ein Produkt der Anarchie
    Politische Querelen um die Heimat des FC
    „Die Aufregung kennt keine Flaute“
    Fußballberichterstattung in der Nachkriegszeit
    Das medienhistorische Spiel
    Fand Weihnachten 1952 am Millerntor eine Premiere statt?
    Die Folgen der Globalisierung
    Große internationale Spiele auf St. Pauli

    Kapitel 2 – Sturm und Drang
    „Der Staat muss sich etwas einfallen lassen“
    Was Anfang der 1960er Jahre alles verkehrt lief
    Kampfmaschine im Karnickelloch
    Die historische Verletzung des Verteidigers Heinz Deininger
    Auf engstem Raum
    Das Millerntor in den 1960er und 1970er Jahren
    Es war einmal
    Die Südkurve, die Meckerecke und was sonst verschwunden ist
    Die Spezialitäten des Hauses
    Von Wasserklosett bis Werbung – eine Sightseeing-Tour
    À la recherche du temps perdu
    Die Geschichte der nicht realisierten Neubauten
    „Wir sehen uns auf den Barrikaden“
    Politik am Millerntor – ein Abriss

    Kapitel 3 – Talkshow
    „Die Ultras könnten meine Kinder sein“
    Ein Gespräch über Fußball und Musik
    „Den modernen Fußball kann man sich nicht schöntrinken“
    Ein Gespräch über Engagement und Visionen
    „Vier-Sterne-Hotels und verfallene Häuser“
    Ein Gespräch über Stadion und Stadtteil

    Kapitel 4 – Spieltage
    Die Essentials der Geschichte
    Zwischen Himmel und Hölle – 36 Schlüsselspiele
    Aus dem Leben der anderen
    Von Dünebergern, Zyprioten und Legenden
    Hello and Goodbye
    Notizen zu Trauerfeiern und Einweihungsspielen
    Das Gute an den schlechten Zeiten
    Eine kleine Zahlenrevue zur Zuschauerentwicklung
    Heimspiele in der Fremde
    Der Volkspark und andere Asylorte

    Kapitel 5 – Mixed Zone
    Always ultra
    Erinnerungen an einen berühmten Fan: St.-Pauli-Willi
    Wenn Tote keine Verluste bringen
    Die Lebensdauerkarte – das Prunkstück der organisierten Millerntor-Kultur
    Ein Gastbeitrag von Peter Cardorff
    „Der Klub der flotten Dichter“
    Samples aus einem halben Jahrhundert Stadionliteratur
    „Das Stadion ist meine Kirche“
    Katja Löffler, seit ihrer Geburt blind, schreit und stürmt für den FC St. Pauli
    The incomplete songbook
    Stadionsongs und -gesänge – eine Hitparade
    Rotwein in Pappbechern
    Von Günter Grass bis DJ Koze – Kultur am Millerntor
    Millerntor Murder Mysteries
    Das Stadion als Krimischauplatz – drei Beispiele

    Kapitel 6 – Neue Welt
    Status quo vadis
    Die lange Geschichte einer noch jungen Tribüne
    „Sozialromantik ist sexy“
    Wie St.-Pauli-Anhänger die Währungsreform stoppten
    „Niemand kann uns zwingen, uns zu verkaufen“
    Der Kampf um den Namen des Stadions – und die Identität des Klubs
    Zum Autor / Fotonachweis / Danksagung
    Literatur (Auswahl)

    Rezensionen

    Wer einen reinen Bildband erwartet hat, ist bei René Martens und seinem neuesten großformatigem Titel an der falschen Adresse. Zu viel Wissen hat der Autor des FC-St. Pauli-Geschichtsbuches „Wunder gibt es immer wieder“ über die Historie des Kiezklubs angehäuft, als dass er es für sich behalten könnte. Dieses Mal liegt der Fokus jedoch eindeutig auf der St. Pauli-Spielstätte. Wir erfahren Hintergründe zur Frühgeschichte des Millerntors, zu diversen gescheiterten Stadionumbauten (inkl. „Littmann-Loch“) und bekommen neben vielen Anekdoten einen Einblick in die „Spezialitäten des Hauses“. Mit grobkörnigen Spielszenenfotos und kunstvollen Stadionaufnahmen garniert, ist Martens erneut ein gutes, abwechselungsreiches Buch gelungen.
    11 FREUNDE

    Martens ist es gelungen, beim Leser Interesse sowohl für die Geschichte des Vereins als auch für die Hamburger Stadtentwicklung mit Schwerpunkt St. Pauli zu erwecken. UNBEDINGT KAUFEN !
    ÜBERSTEIGER

    Das Millerntorstadion, ewige Heimat des FC St. Pauli, ist eine Spielstätte im Übergang. Das Millerntor bleibt ein von Mythen aufgeladener Ort, dem der Autor René Martens ein einzigartiges Buch gewidmet hat....Die Zeit der Mythen begann Mitte der 80er-Jahre, als von der Gegengerade erstmals der „Millerntor-Roar“ zu hören war. Es ist alles im Buch versammelt, was ein Besucher am Millerntor erleben konnte: Gregor Gysi bei seinem Besuch im Fanladen und auf den Stehtraversen, St.-Pauli-Willi, der mit seiner Tröte in der Halbzeitpause hinter das gegnerische Tor wechselte, Samples aus der Fanzine-Kultur sowie der besten Stadionsongs, und eine Würdigung der legendären Meckerecke. ... Eine sentimentale Zeitreise ist „Niemand siegt am Millerntor“ erfreulicherweise nicht geworden. Aber man merkt dem akribisch recherchierten Buch die fast vierjährige Vorbereitungszeit an. Der Themenmix ist abwechselungsreich, denn fast alles, was die Fans am FC St. Pauli fasziniert, lässt sich anhand der Geschichte der Spielstätte erzählen.
    RUND – Das Fußballmagazin

    Mit einem Reliquienschrein hat sein kenntnisreiches Buch erfreulich wenig zu tun. ... Zwar ersetzt der liebevoll gestaltete Band keinen Stadionbesuch – wer darin stöbert, stößt aber immer wieder auf den „Mythos St. Pauli“. Und entdeckt dabei so manches Detail, das ihm im Spielbetrieb bislang verborgen blieb. Vom Bauwerk ausgehend entfaltet Martens Geschichte und Geschichtchen, die aufzeigen, warum dieser Ort immer wieder zur Projektionsfläche von Heimatsuchenden und Sozialromantikern wird, warum aber auch der Widerspruch von vornherein in ihn eingeschrieben ist – und warum es niemals Ruhe geben wird am Millerntor. ... Auch die differenzierten Betrachtungen der neuen Südtribüne und der weiteren Planungen zeigt, dass kritiklose Anbetung der St. Pauli-Kultur fremd ist. Die entscheidende Frage ist demnach, ob das künftige Stadion weiter so individuell gestaltet wird „wie unser Wohnzimmer“.
    TAZ-Hamburg

    Starkes Buch, starke Storys, starke Fotos.
    OSTFRIESEN ZEITUNG

    Geschickt verwebt Martens in „Niemand siegt am Millerntor“ die Stadion- mit der Stadtteilhistorie und erinnert an Menschen, die ihre größten Stunden in der Mini-Arena verbrachten.
    KIELER NACHRICHTEN

    Ein berauschender Lesestoff
    KICK OFF, Rot-Weiß Erfurt Fanzine

    Kein anderer deutscher Fußballverein ist mit seiner Spielstätte so sehr verwachsen wie dieser. Kein anderer taugt so gut als Glaubensbekenntnis: Das Totenkopfwappen steht für linke Gesinnung und hanseatische Raubeinigkeit. Und das weit über die Kiez-Grenzen hinaus.
    LITERATUREN

    Einzigartige Fotodokumente, Exkurse in Politik und Geschichte sowie viele, viele Interviews runden das Buch ab, so dass dem Pauli-Fan (und nicht nur dem) ein einzigartiger Einblick in eine einzigartige Welt geboten wird.
    IBBENBÜHRER VOLKS ZEITUNG

    Eine der letzten Fußballkultstätten. ... Eine Kaufempfehlung für alle, die Sympathien für den FC St. Pauli und das Millerntor haben.
    SCHALKE UNSER

    So ist der FC St. Pauli der einzige deutsche Profiverein, dessen Mitglieder es für alle Zeiten verboten haben, dass ihr Stadionname einem Sponsorennamen weichen muss ... Das Buch setzt dem Millerntor ein würdiges Denkmal.
    RHEIN-NECKAR-ZEITUNG

    Der Geschichte des FC St. Pauli hat René Martens bereits ein früheres Werk gewidmet. Nun begleitet er die Besucher durch die Jahrzehnte und Jahreszeiten: Vom Anstehen vorm Kartenhäuschen bei den ersten Sonnenstrahlen bis zum winterlichen kick im Schneetreiben.
    JUNGE WELT

    Garniert ist das Ganze mit einer Vielzahl wirklich sehr hübscher Farbfotos, die es alleine schon wert wären, dieses Buch zu kaufen – nicht, um es dann im Bücherregal verstauben zu lassen, sondern immer wieder drin herumzublättern – ist es doch kein Historienbuch oder schnödes Nachschlagewerk, sondern lädt mit seinen zahlreichen Storys immer wieder zum stundenlangen schmökern und träumen ein – die ideale Lektüre, die niemals langweilig wird! Absoluter Pflichtkauf!
    KIEZKICKER.DE

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