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Buch Schwer gezeichnet

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Schwer gezeichnet

Geschichten vom Boxen

    • 176 Seiten
    • 13,9 x 21,2 cm
    • Hardcover
    • Mit Holzschnitten von Julia Alice Treptow
    ISBN: 978-3-89533-548-8

    1. Auflage 2006

    Die Fährte des »Tigers« und andere erstaunliche Geschichten vom Boxen

    Jenseits des Scheinwerferlichts bietet das Boxen oft die interessantesten und spannendsten Geschichten. Seit vielen Jahren schon schreibt darüber der Journalist Bertram Job. Er begleitete Dariusz »Tiger« Michalczewski durch die letzten Stunden vor einem wichtigen Kampf, er beobachtete 80-jährige Amateurboxer in Dortmund, er sah das merkwürdige »Dinnerboxing« in einem Glasgower Hotel, und er besuchte eine obskure Agentur in Manhattan, die designierte Verlierer für Boxkämpfe vermittelt.
    Jobs Reportagen erscheinen in renommierten Zeitungen wie Die Zeit, FAZ, Süddeutsche oder Stern. Seine besten Beiträge stellte er jetzt zu einem Buch zusammen, das ungewöhnliche Einblicke in die facetten­reiche Welt des Boxsports vermittelt. Jede Geschichte wird illustriert mit speziell für dieses Buch gestalteten Holzschnitten der Hamburger Künstlerin Julia Alice Treptow.

    Inhaltsverzeichnis

    Inhalt
    Vorwort
    Danksagung

    Runde 1
    »Countdown für einen Champion«
    Mit Dariusz Michalczewski in der Kabine
    In der Pause: Im Zentrum der Vorlust
    Die seltsame Zeremonie des Weigh-In

    Runde 2
    »Die Stadt der Kämpfer«
    Zu Besuch in Philadelphia
    In der Pause: Ein Kerl namens »Wimpy«
    Die unglaubliche Karriere des Jerry Halstead

    Runde 3
    »Der Westen ist hart«
    Der Aufbruch des Henry Maske
    In der Pause: Das Zimmer nebenan
    Frankie Minton spricht Bände

    Runde 4
    »Beinhart«
    Der Handicap-Boxer Bodzianowski
    In der Pause: Immer alle verhauen
    Die neue Freiheit des Jürgen Brähmer

    Runde 5
    »Das Haus aus Leder«
    Die Boxfamilie May
    In der Pause: Eine schlagende Verbindung
    Die deutsch-polnische Freundschaft olympischer Rivalen

    Runde 6
    »Der Montags-Club«
    Dinnerboxing in Glasgow
    In der Pause: Seltsame Zweifel im 12. Profijahr
    Regina Halmich darf nicht aufhören

    Runde 7
    »Gullivers Fäuste«
    Der Boxgigant Valuev
    In der Pause: Kampflos in L.A.
    Vitali Klitschko tritt zurück

    Runde 8
    »Bloody Businesss«
    Der Cut-Man Mancini
    In der Pause: The Lady is a champ
    Laila Ali hält Hof in Berlin

    Runde 9
    »Las Vegas ist weit«
    Boxen in der deutschen Provinz
    In der Pause: Ein Auto voller Beulen
    Requiem für Gabor Balogh

    Runde 10
    »Lucky Loser, Inc.«
    Der Booking Agent Johnny Bos
    In der Pause: Holen Sie Brewster!
    Die große Chance des Luan Krasniqi

    Runde 11
    »Industrie der Hoffnung«
    Das Boxmilieu von London
    In der Pause: Kein Abgang für Larry
    Ein Ex-Weltmeister hört die Glocke nicht

    Runde 12
    »Die volle Distanz«
    Box-Oldtimer in Dortmund

    Nachschlag
    »Zehn Jahre in der Niemandsbucht«
    Der Box-Versehrte Gerald McClellan

    Autor und Grafikerin

    Rezensionen

    Boxen ist die Kunst, mit Technik, Taktik und Treffgenauigkeit beim Gegenüber Wirkung zu erzielen. Um also im Bild zu bleiben: Auch gegen hartnäckigste Box-Opponenten punktet Bertram Job stilsicher und schlagfertig mit seinen Geschichten vom Boxen ... Wer nach der Lektüre dieser spannenden zwölf Runden, in der Literatur sonst bekannt unter Kapitel, das Faustfechten immer noch auf das Perverse des Preisboxens reduziert, hat das Gemüt eines Sandsacks.
    Der Weltreisende in Sachen Boxen lässt uns mit seinen Reportagen die emotionsgeladenen Minuten vor einem WM-Kampf in der Kabine miterleben, schildert das Schicksal eines durch Beinamputation verhinderten Weltmeisters, lässt uns den Schweiß riechen in den Gyms von Philadelphia und Frankfurt/Oder oder besingt die handwerkliche Kunst des Cutmans.
    Es sind pralle Geschichten aus einer Parallelwelt, die auch im Ruch steht, eine halbe zu sein. Dass viel Blut vergossen wird, liegt in der Natur der Sache. Es ist nicht zuletzt das Herzblut des Autors.
    Frankfurter Rundschau

    Die Storys, die Job erzählt, vermitteln einen hintergründigen, ungekünstelten Eindruck dieses schillernden Business, etwa wenn er den Alltag eines Agenten beschreibt, der von New York aus die Boxwelt mit Fallobstfightern und zuverlässigen Verlierern versorgt.
    Stilistisch und inhaltlich ein Fünfsternelesevergnügen.
    Die Welt

    Die besten, interessantesten und außergewöhnlichsten Reportagen aus dem Reich des Boxsports ... unterhaltsam, stimmungsvoll und kompetent - und also kurzweilig. Ein wirklich feines Präsent für alle Freunde des Faustkampfes.
    Der Übersteiger

    Bertram Job hat ein Klassebuch über das Boxen vorgelegt. Kann ich jedem anständigen Menschen schwer ans Herz legen. Job, der Weltreisende in den Angelegenheiten der Boxkunst, lässt uns intime Blicke hinter, neben und über die Kulissen werfen.
    Ein ganz starkes Buch, wunderbar verziert mit Holzschnitten der boxenden Künstlerin Julia Alice Treptow.
    Frank Willmann in Junge Welt

    Bertram Job hat das beste Buch seit Jahren über die Profiszene geschrieben.
    Bertram Job hat ein wunderbares Buch geschrieben, und zwar das beste Buch über Boxen, das seit Jahren in Deutschland erschienen ist.
    Ralf Birkhan in NRZ (Neue Rhein Zeitung) 8.11.2006

    Ein Gesamtbild des Boxens kann es nicht geben ... Da ist die Idee, einfach "Geschichten vom Boxen" herauszugeben, sowohl naheliegend als auch gut. Dieses Unterfangen ist schon deshalb zu loben, weil es im Internet-Zeitalter schön ist, sich Reportagen und Storys nicht unabhängig von ihrer Qualität googeln zu müssen, sondern sie gut sortiert - versehen mit grandiosen Holzschnitten der Sportart, die Julia Alice Treptow erstellt hat - in der Hand halten zu können...
    Das sind Einblicke in das Profiboxen, die man sonst hierzulande selten erhält ... dass jemand die deutschen Boxunternehmer bei ihrem Geschäft beobachtet - das ist neu und streckenweise sensationell. Und natürlich überfällig, denn ...in Deutschland gibt es bislang nicht viel kritische Auseinandersetzung mit dem Boxsport.
    Bertram Job schafft es, einerseits die erforderliche Nähe zu den Sportlern und auch zu den Managern herzustellen ... und andererseits seine Unabhängigkeit zu bewahren, um bestimmte Machenschaften zu erkennen...
    Job beschreibt auch Schiebereien, was so manch anderer Autor lieber nicht täte, weil er es zwar wüsste, aber nicht beweisen könnte. Job ist da anders, mutiger.
    Bertram Job beschreibt nicht alle Facetten des Boxens, aber viele...
    "Schwer gezeichnet" ist derzeit eins der besten Boxbücher.
    Martin Krauß in Jungle World, 25.10.2006

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