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Buch Die Geschichte der DDR-Oberliga

29,90€

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Die Geschichte der DDR-Oberliga

    • 352 Seiten
    • 21,0 x 29,7 cm
    • Hardcover
    • Mit Spieler-Lexikon, Statistik, vielen Fotos sowie einem Vorwort der DDR-Stürmerlegende Joachim Streich
    ISBN: 978-3-89533-428-3

    2. Auflage 2004

    Mit dem Begriff Oberliga verbinden sich bei den ostdeutschen Fans lebendige, manchmal wehmütige Erinnerungen an große und turbulente Fußballzeiten in der ehemaligen DDR. Vereine, die heute dritt- oder viertklassig sind, spielten zeitweilig auf höchstem europäischen Niveau, und die Emotionen lebten in den Oberliga-Stadien nicht weniger als in der westdeutschen Bundesliga. Die Geschichte des DDR-Fußballs hat aber auch ein zweites Gesicht: Die politische Administration griff massiv ins „Spielgeschehen“ ein, um genehme Vereine zu fördern oder unliebsame Sportler auszubooten.
    Horn und Baingo schildern die manchmal absurden politischen Einflüsse, konzentrieren sich allerdings auf die sportlichen Aspekte der Oberliga-Historie. Saison für Saison und untermauert durch umfangreiches statistisches Material lassen sie das oft dramatische Geschehen Revue passieren. Ein längst überfälliges Buch über ein abgeschlossenes, aber unvergessenes Kapitel deutscher Fußballgeschichte.

    Inhaltsverzeichnis

    Vorwort von Joachim Streich
    Von Pankow bis Ballack – 42 Jahre DDR-Oberliga

    Die Ostzonenmeisterschaften 1948 und 1949

    Oberliga 1949/50 - 1990/91
    Die Anfänge
    50er Jahre
    60er Jahre
    70er Jahre
    80er Jahre
    90er Jahre

    Statistik Oberliga 1949 bis 1991
    Die „ewige“ Tabelle der DDR-Oberliga
    Alle Oberliga-Serien 1949-1991
    Die Meister
    Die FDGB-Pokalsieger
    Rekordspieler der Oberliga
    Rekord-Torschützen
    Fußballer des Jahres
    Die fuwo-Punktbesten
    Die Traum-Elf 40 Jahre Oberliga
    Trainer der Oberliga

    Oberliga-Teams 1949 bis 1991
    Vereinsumbenennungen in der Oberliga
    Alle Vereine von A bis Z

    Quellenverzeichnis
    Fotonachweis
    Die Autoren

    Rezensionen

    Eine fußballerische Reise in die Vergangenheit, die es so noch nie gegeben hat. Das Buch bietet Erinnerungen und nochmaliges Miterleben vom Allerfeinsten. Und man wundert sich, was man so alles nicht wusste.
    Mitteldeutscher Rundfunk

    Eine Fundgrube nicht nur für ostdeutsche Leser. Interessante Geschichten, Groteskes und Rührendes. Dazu die beste Statistik aller Zeiten zum Ost-Fußball.
    Rundfunk Berlin Brandenburg

    Und nun das Gute: Soeben erschien Die Geschichte der DDR-Oberliga (im Göttinger Verlag Die Werkstatt, 29,90 Euro), ein großformatiger Prachtziegel, verfasst von fuwo-Mann Andreas Baingo und Michael Horn. Auf 350 Seiten passieren sämtliche 44 Ost-Meisterschaften Revue, von der Saison 1948, die Horch Zwickau als Ostzonenmeister beendete, bis zur finalen, in der 1991, schon post festum DDR, der FC Hansa Rostock endlich den Titel errang. Lohn war der Aufstieg in die Bundesliga. Dort hält sich Hansa Rostock bis heute – Respekt, aber niemand sollte glauben, der Club sei ein Überflieger des DDR-Fußballs gewesen. Er war sein Unglückshuhn. Viermal wurde die Mannschaft Vizemeister, fünfmal vergeigte sie das Pokalspiel und verlegte sich in den siebziger Jahren auf eine weitere Methode zur Marter der Fans: absteigen. Fünfmal rauschte Hansa in den Keller, kam aber immer sofort zurück. Dabei war Rostock zu seinem Verein gelangt wie die Jungfrau zum Kinde. Die Stadt besaß gar keinen Oberliga-Klub, aber den fußballvernarrten SED-Gewaltigen und späteren Gewerkschaftsboss Harry Tisch. Dieser Genosse Aladin rieb im Oktober 1954 die Lampe der Partei und ließ den Erzgebirgs-Verein Empor Lauter mitten in der Saison an die Küste versetzen. Derlei Possen gab es etliche in der DDR: Vereinsauflösungen, Abstiegsverbote, weitere Zwangsumzüge – den letzten 1971. Der Armee-Sportklub Vorwärts Berlin, bis dato sechsmal Meister und ein Team mit ungarischer Spielkultur, wurden nach Frankfurt an die Oder versetzt, sackte ab und ist heute nur noch mit dem U-Boot aufzufinden. Und wer weiß, dass Erich Mielkes Herzverein, der Berliner FC Dynamo, ursprünglich Dynamo Dresden war? Und dass der erste Ost-Auswahltrainer Helmut Schön hieß? Und dass 1963 Chemie Leipzig sämtliche Leistungsträger an die Stadtkonkurrenz von SC abgeben musste, darauf eine donnernde Trotz-Saison hinlegte und als „Rest von Leipzig“ Meister wurde – davon wird man in Leipzig-Leutzsch noch singen, wenn das Völkerschlachtdenkmal längst in Trümmern liegt.
    Baingo/Horn haben ihr Buch als Chronik entworfen. Jede Saison bekam ein Kapitel, dazu Statistik und eine Kreuztabelle, die alle Resultate enthält. Ewig, Leser, kannst du mit dem Finger durch die Spalten pirschen, dich erinnern, lächeln oder leiden, wie ein Punkt, ein winziges Törchen über Wohl oder Wehe entschied. Ein Elfmeter weniger, und du hättest ganz anders gelebt.
    350 Seiten für 42 Jahre – das nötigt zum Schnelldurchlauf. Dennoch ist die Geschichte der DDR-Oberliga auch eine Alltagsgeschichte der Repulik geworden. Kein Sport spiegelt mehr Lebenswelt des Landes DDR als der Fußball, den weder Erich Honecker noch Manfred Ewald, Chef des Deutschen Turn- und Sportbundes, liebten. Geschützt hat den Fußball seine Popularität – pathetisch gesprochen: das Volk. Und auch die SED. Die Bezirksfürsten der Partei, zumeist Fußballfreaks, wachten eifersüchtig über ihren Verein.
    Viel davon gibt es bei Baingo/Horn zu lesen, natürlich auch Flucht- und Stasi-Geschichten, goldene und graue Stunden. Die Wismut- und die Vorwärts-Ära ziehen vorbei, die Zeit des Triumvirats Jena/Dresden/Magdeburg, die Meisterdekade des BFC. Die Urviecher erstehen: der Tröger-Willi mit der einen Hand, Keule Mewes aus Magdeburg, Chemie Böhlens Torjäger Havenstein, der mit einem Fausthieb zwei Rostocker umhauen konnte. Die großen Techniker: Manfred Kaiser, Dieter Erler, Harald Irmscher. Der Wundertorwart Jürgen Croy. Matz Vogel, der noch mit 39 stürmte – kaum langsamer, doch im Volke weitaus beliebter als das Rennpferd Riediger vom BFC („Riediger, Riediger ist ein Selbstbefriediger!“).
    Die Mauer fiel, da war bald alles vorbei. Die Währungsunion ruinierte die meisten Trägerbetriebe der Ost-Vereine. In Scharen zogen die Besten nach Westen – zuerst Thom, dann Doll, Kirsten, Steinmann junior, Sammer junior... Die fuwo wurde von Springer übernommen und auf Krawall gebürstet, dann kaufte sie der Kicker
    und stellte sie ein. Die Geschichte der DDR-Oberliga, fein schwarzweiß bebildert, ist auch eine Reverenz an die alte fuwo-Wortkultur: lange Texte, ruhige Sprache, manchmal etwas formelig, immer fair und nur auf Sport bedacht. Privates bleibt ungedruckt.
    Christoph Dieckmann, Die Zeit

    Beinahe noch größere Verdienste erwarb sich der selbe Verlag mit dem Prachtband über den „ostzonalen“ Vereinsfußball. „Die Geschichte der DDR-Oberliga“ von 1949 bis 1991. Aber auch die Sieger im FDGB-Pokal werden aufgelistet: Der erste hieß BSG Waggonbau Dessau und verschwand danach in der Versenkung. Und bei der letzten Wahl zum DDR-Fußballer des Jahres 1991 belegte einer Rang drei, der heute noch in der Bundesliga kickt: Dariusz Wosz, mittlerweile beim VfL Bochum auf dem Lohnzettel. Eine 351 großformatige Seiten und reich bebilderte Enzyklopädie, für wahre Fußballfreunde unverzichtbar, speziell für solche, denen der Blick von Westen her in jenen Jahren durch einen Eisernen Vorhang verstellt worden war.
    Die Welt

    Vier Jahrzehnte DDR-Oberliga. Da ging es nich nur um Sport, sondern auch um viel Politik. Fußball führte in der DDR-Sportförderung ein Schattendasein. Trotzdem gab es Erfolge: Der Olympiasieg 1976 oder Magdeburgs Sieg im Europacup der Pokalsieger 1974 (2:0 gegen den AC Mailand). 82 Seiten Statistik, Geschichten über alle Vereine. Da kann der Wessi viel lernen.
    Sport Bild

    Die beiden Sportjournalisten Andrea Baingo und Michael Horn haben mit „Die Geschichte der DDR-Oberliga“ einen längst überfälligen Klassiker abgeliefert. Fakten- und kenntnisreich wird die Historie der DDR-Oberliga beleuchtet. Das Buch wurde aus dem Fundus der Berliner Tageszeitung Junge Welt mit sehr vielen Fotos versehen, die dem Werk Atmosphäre verleihen. Das Buch ist ein Renner und bereits nach kurzer Zeit in der dritten Auflage. Wer die gesammelten Ausgaben der DDR-Fußball-Woche nicht sein eigen nennt, wird an dem Buch viel Freude haben. Gleich auf dem Titelild schaut uns Genosse Ulbricht (natürlich garniert mit Spitzbart) unwirsch an, ja, Ernst ist der Fußball und das Leben kurz!
    Junge Welt

    Tipp der Woche – In der Saison 1960 sorgten die Fußballer von Fortschritt
    Weißenfels für ein Novum in der DDR-Oberliga: Sie blieben in 26 Spielen ohne Sieg und mussten nach fünf Serien im Oberhaus absteigen. Das ist der statistische Fakt. Andreas Baingo und Michael Horn erzählen zu jeder Spielzeit die Geschichte, die hinter Meistertitel oder Abstieg steckt. Dieser Rückblick geht tiefer als alle bisher bekannten Bücher über den Fußball im Osten. Durch einen übersichtlich geordneten Statistikteil mit den Oberliga-Spielern aller Vereine ist das Buch zudem ein wertvolles Nachschlagewerk. Aber vorallem bietet es Leservergnügen mit Aha-Effekten.
    Sächsische Zeitung, Dresden

    Hier handelt es sich um das Standardwerk für alle, die sich auch nur am Rande als Fan oder Kenner des DDR-Fußballs bezeichnen wollen. Der Werkstatt-Verlag hat keine Kosten und Mühen gescheut und liefert einmal mehr eine erstklassige und akribisch recherchierte Arbeit ab. Von den Anfängen bis zum unrühmlichen Ende 1991 wird hier detailliert die Geschichte der DDR-Oberliga nachgezeichnet, eine jede Saison ausführlich mit einem mehrseitigen Kapitel bedacht.
    Eine schöne Bildauswahl lässt den Leser an vielen Sternstunden des Ost-Fußballs teilhaben und ein Wiedersehen mit allen ehemaligen Helden feiern. Aus verständlichen Gründen besonders interessant einmal mehr die Geschichten rund um die Saison 1963/64. Auch später wird niemand vergessen, Götter wie Leitzke, Heun und Croy erscheinen ebenso wie Galaunen namens Marschall, Weichert und Raab. Dieses Buch weckt Emotionen!
    Unschlagbar definitiv auch der riesige Statistik-Anhang mit allen Partien, Spielern, Vereinen und Logos! Pflicht!
    Prasses Erben

    Die Bibel des Arbeiter- und Bauern-Fußballs – Vor dem Spiel ist normalerweise nach dem Spiel – nicht so bei Andreas Baingo und Michael Horns akribisch recherchierter Bilanz von 42 Jahren DDR-Fußballgeschichte. Hier ist abgepfiffen, ein für alle Mal: 8046 Spiele, 24 200 Tore in einer Sportart, 42 Meister, mit denen nicht viel Staat zu machen war im Lande der Medaillen. Erfolge, Statistiken, Tabellen, politische Hintergründe – Baingo und Horn servieren im Göttinger Verlag Die Werkstatt alles, was das zugegebenermaßen kleine Herz der DDR-Oberliga-Enthusiasten
    braucht, um sich die Erinnerungen an Sportpersönlichkeiten von Helmut Schön, Jürgen Sparwasser, Joachim Streich, Dixie Dörner, Jörg Berger, Lutz Eigendorf, Falko Götz, Andreas Thom, Ulf Kirsten, Hans Mayer, Matthias und Klaus Sammer zu erfreuen. Ob Stadien, ob eine Liste aller (!) Oberligaspieler mit Geburtsdatum und Einsätzen - in der Bibel des DDR-Fußballs steht es geschrieben.
    HNA, Kassel

    Eine Träne im Knopfloch – Die Autoren Andreas Baingo und Michael Horn haben ein kiloschweres Werk auf feinem Papier vorgelegt, das eine Träne im Knopfloch hinterlässt.
    Jedem der 42 Jahre „Ost-Fußball“ ist ein eigenes, mehrseitiges Kapitel mit solider sportlicher Einschätzung, vernünftigem Statistikteil und einer Seite „Saison-Geschichte(n)“ gewidmet. Diese beginnen bei der DDR-Flutlichtpremiere am Silvestertag 1949, bei der SG Dresden-Friedrichstadt mit dem späteren Bundestrainer Helmut Schön eine DDR-Auswahl mit 2:0 bezwingt, und enden 1991 mit dem Double des FC Hansa Rostock. Dazwischen tauchen sie alle auf, die Stars des DDR-Fußballs: Günter „Moppel“ Schröter, Jürgen Croy, Hans-Jürgen Dörner, Peter Ducke, Jürgen Sparwasser, Hans-Jürgen Kreische... Die Meister und die Absteiger. Die Glücklichen und Unglücklichen.
    Das Buch weckt aber auch Erinnerungen an tolle (Europacup) -Spiele, rasante Derbys und manchen Fan-Frust auf den Stehplatz-Traversen. Dazu tragen erstklassige Fotos bei. Statistikfreunde dürften bei 90 Seiten mit allen Oberliga-Spielern und vielen Tabellen auf ihre Kosten kommen.
    Märkische Allgemeine

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