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Buch Die letzten Männer

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Die letzten Männer

Zur Gattungsgeschichte und Seelenkunde der Torhüter

    • 416 Seiten
    • 13,9 x 21,2 cm
    • Hardcover
    • Fotos
    ISBN: 978-3-89533-425-2

    1. Auflage 2003

    Die Torhüter des Fußballs bilden eine eigene Spezies. Zu den einsamen Männern zwischen den Pfosten zählten schon immer prägnante Gestalten – von „Fatty“ Foulkes, der vor hundert Jahren mit 178 Kilo Körpergewicht das englische Tor hütete, bis hin zu Oliver Kahn, dem „Vul-Kahn“ im Tor der deutschen Nationalelf.
    Christoph Bausenwein hat eine anekdotenreiche Kulturgeschichte der Torhüter verfasst, die mit der Erfindung des Tores beginnt und alle Größen vorbeiziehen lässt, die auf den Fußballfeldern der Welt die Nr. 1 trugen. Unter ihnen fand er Helden ebenso wie Versager, Strategen und Narren, Zocker und Pedanten, Herrscher und Knechte. Sein Buch ist eine liebevolle und intelligente Hommage an all diese „letzten Männer“.

    Inhaltsverzeichnis

    Einleitung: Das Spiel und seine letzten Männer

    Kapitel 1: Ritter und Gentlemen
    Ein Spiel ohne Torhüter – Ritter zwischen den Pfosten – Als die Ballfänger noch Balljäger waren – Die Letzten halten die Stellung – Prügelknaben und Regelmacher – „Ein Tor würde dem Spiel gut tun“ – Hosenscheißer und Gentlemen – Giganten zwischen den Pfosten – Kragenpullover und Schiebermützen – Kleine Wunder im großen Tor – Faustschläge und Robinsonaden

    Kapitel 2: Götter und Teufel
    Von Pantherkatzen und sonstigen Schleichtieren – Froschhüpfer und Lachssprünge – Reflexe im Blindflug – Zamora, Turek und andere Götter – Eleganz und Stil à la Hiden & Co. – Keep cool like Hardy and Hibbs – Das Stuhlfauth-Rezept: „Ein guter Torwart wirft sich nicht!“ – Banks und Jaschin: Stürmer vor verschlossenen Pforten – Pat-Phantom und Computer-Zoff – Kein Ball ist unhaltbar – Vergessene und teuflische Taten

    Kapitel 3: Helden und Kerle
    Graue Mäuse und leuchtende Farben – Starke Muskeln und brutaler Blick – Duelle vor der Linie – Trautmann: Ein Deutscher als Held von Wembley – Keine Angst vor scharfen Schüssen – Viel Arbeit für Plánickas Ärzte – Echte Kerle jammern nicht – Comebacks und Invaliden – Ein tödlicher Job – „Schwimmer“ im Torraum – Schumacher und Battiston: Ein Aufprall mit Folgen

    Kapitel 4: Denker und Strategen
    Flankenfänger im Strafraum – Mit Handschuhen alles fest im Griff – Kluge Strategen, lautstarke Dirigenten – Flatterbälle und Schüssestopper – Ein zusätzlicher Libero – Der dritte und der vierte Verteidiger – Angriff ist die beste Verteidigung – Torhüter als Torschützen – Herausläufer und Hinausgelaufene – Fehlschüsse machen Denker machtlos

    Kapitel 5: Memmen und Versager
    Sieben in einem Spiel – Die größten Fliegenfänger – Viele Tore, faule Tore – „Pannen-Olli“ und „Steirer-Goal“ – Die Opfer der tollen Tore – Des alten Seamans verpasste Flanken – Sündenböcke und Pechvögel – Ein einziger Fehler genügt – Die Angst spielt immer mit – Glücksbringer, Schnuller und Maskottchen – Nicht mal als Versager tauglich

    Kapitel 6: Zocker und Pedanten
    Abschläge und Anschläge – Abwürfe, punktgenaue und orientierungslose – Eck- und Freistoß: Standard-Situation und Ausnahme-Frust – Die Freude des Torwarts beim Elfmeter – Hampelmänner auf der Linie – Helden im Elfmeterschießen – Elfmeter-Wahnsinn und Elfmeter-Wunder – Sich werfen oder stehen bleiben – Raus aus dem Gedankenzirkel, rein in den Konzentrationstunnel – Wenn der Torwart gegen den Torwart trifft

    Kapitel 7: Herrscher und Knechte
    Wie wird man Deutschlands Nummer eins? – Es musste nicht immer der Beste sein – Der legendäre Heiner und all die anderen – Der schöne Willibald und der starke Hans – Ein paar Kleine und viele Namen – Glücks-Toni, Schulmeisters-Fritz und die anonymen Alkoholiker – Fahrian versus Tilkowski, oder: Die Revolte der Nummer 22 – Das Comeback der Nummer eins – Die ewigen Zweiten und ein idealer Ersatzmann – Maier und sonst keiner – Zappel-Harald kämpft sich durch – Ein Stein des Anstoßes – Yuppie-Bodo gegen Abstiegs-Andy – Kahn wird King

    Kapitel 8: Narren und Verrückte
    Die Helden der Fans – Im Fadenkreuz des Hasses – „Big Swifty’s“ Auftritt in der „Hölle“ – Wenn Torhüter beleidigt werden… – Schläge für den Gegner – Wut auf die Mitspieler – Lauter Irre und Verrückte – Was Psychologen sagen – Der Magier Higuita und sein „Skorpion“ – Pausenclowns und Possenreißer – Radi-Depp und Maier-Sepp – Ein Ravioli und Ottos Hintern

    Kapitel 9: Arbeiter und Talente
    Karrieren wie im Märchen – Nicht nur Maspoli konnte keiner gebrauchen –
    Der Längste muss ins Tor – Stürmer, die nicht stürmen durften – Kleine Leute, ganz groß – Frühe Talente und späte Könner – Harte Arbeit an Shiltons Armen – Die Schule des Milieus und die Schulung der Reflexe – Viele Vorbilder und eine Torwart-Mutter – Kinohelden, Schlagerstars und andere Spezialisten

    Kapitel 10: Typen und Charaktere
    Schillernde Gestalten und stolze Würdenträger – Persönlichkeiten mit Ausstrahlung – Einsam, pflichtbewusst und nervenstark – In der Ruhe liegt die Kraft – Die Überwindung der Angst – Selbstvertrauen für die ganze Elf – Jeder wird älter, aber Erfahrung zählt – Wenn der Torwart am Boden ist – Und Kahn macht weiter…

    Nachtrag:
    Die letzten Männer und die Frauen

    Anhang:
    Torwartlexikon
    Von A wie Adam bis Z wie Zubizaretta
    Namen und Daten
    Ehrungen und Rekorde – Nationaltorhüter des DFB – Daten zur Regelgeschichte
    Literatur
    Zum Autor

    Rezensionen

    Kenntnisreich, leidenschaftlich und mit sprachlichem Witz geschrieben.
    Rheinische Post

    Sein neuestes Werk widmet der deutsche Fußball-Literat Christoph Bausenwein den „letzten Männern“.Präzisierend verspricht der Untertitel dazu Wesentliches zur „Gattungsgeschichte und Seelenkunde der Torhüter“. Das Buch ist durch seine amüsanten Torhüter-Episoden und die Verarbeitung zahlreicher Torhüter-Literatur sehr unterhaltsam. Leserfreundlich ist dazu, dass die zehn Kapitel, in denen Bausenwein jeweils unter dem Titel verschiedener charakterisierender Begriffspaare (Ritter und Gentlemen, Götter und Teufel, Helden und Kerle) das generell als verückt verschrieene Wesen der (Fußball-) Torhüter von Grund auf mit einer geballten Ladung Detailwissen durchleuchtet, im Champions-League-Spielrhythmus und in abgeänderter Reihenfolge konsumiert werden können, ohne dass man den Faden des Buches verlöre.
    Zwischen der Heroisierung und der Mystifizierung vergangener und gegenwärtiger Torhüter-Helden und -Missetaten finden sich aber immer wieder interessante Anmerkungen zur Psychologie des Torhüter-Seins.
    Wohin die literarisch-dokumentierende Reise hingegen tatsächlich geht, will Bausenwein dem Leser erst im Nachtrag eröffnen. Die Andeutungen des Buchtitels noch im Hinterkopf, drängt es einen jedoch bereits nach dem Studium des Inhaltsverzeichnisses, die Buchlektüre mit eben diesem Nachtrag zum Thema „die letzten Männer und die Frauen“ zu beginnen. Abgesehen von dreizehn Zeilen, die u. a. der Torfrau Silke Rottenberg gewidmet sind, geht es dort aber nicht um die gleichgeschlechtliche „orgasmische Kunst des Torhütens“, sondern um die Beweisführung und suggestive Schlussfolgerung, dass die letzten wahren Machos dieser Welt zwischen Pfosten und Querlatten zu suchen sind.
    In diesem Sinne ist für ihn ein Torhüter der letzte wahre Mann oder – wie Bruce Willis im Hollywood-Streifen von 1996 – eben auch: the last man standing.
    NZZ – Neue Zürcher Zeitung

    Die Letzten werden die Ersten sein. Manchmal auch die Allerletzten. Torhüter sind anders als andere Fußballspieler. Aber wie? Dies beleuchtet repekt- und liebevoll
    Christoph Bausenwein in „Die letzten Männer – zur Gattung und Seelenkunde der
    Torhüter“. Die Kulturgeschichte der Goalies beginnt zu Zeiten, da der letzte Feldspieler den Ball mit der Hand abwehren durfte. Bausenwein gibt anekdotenreich allen Grössen zwischen den Pfosten ihren Auftritt, vom 179-Kilo-Koloss „Fatty“ Foulkes, der um 1900 in Englands Nationalteam stand, bis hin zu Oliver Kahn, mit dem der Wahnsinn vorerst endet. Dazwischen ist die Rede von Panterkatzen und Fliegenfängern, von Herrschern und Knechten, von Bollwerken und Löchersieben.
    Ergänzt wird das Buch von einem kleinen Lexikon mit den bekanntesten Torhütern aller Zeiten.
    Neue Luzerner Zeitung

    Torhüter gehören in der Geschichte des Fußballs zu den schrägsten Figuren. Nie zuvor ist ihnen eine so wunderbare Liebeserklärung gemacht worden wie mit diesem Buch.
    Dresdner Morgenpost

    Das Buch „Zur Gattungsgeschichte und Seelenkunde der Torhüter“ ist eine Hommage. Dabei irrt der Autor nicht etwa im Strafraum umher, er durchstreift mit Anekdoten, Sprachwitz und Detailwissen die Fußball-Historie. Ihn interessierten vor allem die tragischen Figuren. Ergänzt wird das lesenswerte Werk von einem Lexikon internationaler Torhüter.
    Hamburger Abendblatt

    Tollkühne Männer in stehenden Kästen – Bausenwein, der 1995 mit „Geheimnis Fußball“ eine der besten Gesamtdarstellungen zum Thema Fußball abgeliefert hat, beschränkt sich in seinem neuen Buch allerdings nicht nur auf die Erzählung kurioser Keeper-Exemplare. „Zur Gattungsgeschichte und Seelenkunde der Torhüter“ lautet der Untertitel, und er steht für eine Zusammenstellung aller nur erdenklichen Aspekte rund um die Nummer eins.
    Es gibt eine Regelkunde seit 1863, als Torhüter noch gar nicht vorgesehen waren.
    Der Autor beschreibt die Etymologie des Wortes Torwart, das sich vom althochdeutschen „turiwart“ ableitet, dem Wächter eines Burgtores. Er beschreibt Stil, Schwächen und Stärken der berühmtesten ihrer Zunft: Rudi Hiden, Lew Jaschin, Gordon Banks, Heiner Stuhlfauth, Dino Zoff, Sepp Maier, Toni Turek, Gyula Grosics, Bernd Trautmann, Peter Shilton.
    Bausenwein erzählt eine Tragödie des Brasilianers Moacyr Barbosa, der sein ganzes Leben unter dem entscheidenden Gegentor im WM-Finale 1950 litt. Es wird erörtert, warum Torhüter überhaupt Torhüter werden und ob sie lieber grelle oder zurückhaltende Jerseys tragen sollten. Dazu gibt es einen umfangreichen Anhang mit Rekorden und Statistiken.
    Der Autor hat sein Buch dabei nicht in historische Abschnitte, sondern in allgemeine Themen unterteilt. So arbeitet Bausenwein Gemeinsamkeiten und Veränderungen der vergangenen 150 Jahre heraus. Nachteil ist allerdings: Wer sich detailliert über eine Torwart-Legende informieren will, findet sie über das ganze Buch verstreut. Die unzähligen Geschichten in „Die letzten Männer“ machen dieses Manko jedoch wett, erst recht weil sie aus aller Herren Länder stammen. Es gibt nämlich nicht nur in Deutschland eine große Torwart-Tradition.
    Heimspiel-FC Freiburg

    Macken, Macht und Einsamkeit – Dass Torhüter und Linksaußen „einen an der Waffel haben sollen“ ist hinlänglich bekannt. Doch Christoph Bausenwein wollte es bei den Männern mit der Nummer eins auf dem Rücken ganz genau wissen.
    Er beglückt uns mit seinem Werk „Die letzten Männer“, angefangen von Karl Adam, Toreverhinderer der legendären „Gauchel Elf“ des TuS Neuendorf in den 50er Jahren bis hin zum Rekord-Nationalspieler Spaniens, Andoni Zubizaretta, der von 1985 bis 1998 126 Mal das iberische Tor hütete. Das anekdotenreiche Buch erzählt auf amüsante und unterhaltsame Art von seelischen Befindlichkeiten, Macken, tiefschürfenden Aussagen, Machtkämpfen und anderen skurrilen Begebenheiten der einsamen Männer zwischen den Pfosten.
    Badische Zeitung

    Kenntnisreich, leidenschaftlich, mit Biss und sprachlichem Witz zeichnet der Autor eine Vielzahl humorvoller Porträts einer Spezies von Spielern, die kantiger, verrückter und eigensinniger sind als andere Kicker.
    Ein längst überfälliges Buch, mit vielen Schwarz-Weiß-Fotos und einem Lexikon internationaler Torhüter im Anhang, das nicht nur ausgemachten Fußballfans Freunde bereitet.
    Rheinische Post

    Sie stehen da, wo die Spiele entschieden werden, und sind meist auf sich allein gestellt – die Torhüter. Halten sie schwierigste Bälle, sind sie Helden, greifen sie daneben, schimpft man sie Versager. Und so bilden die Männer mit der Nummer 1 auf dem Rücken eine eigene Spezies, sind einsame Kämpfer oder – wie Christoph Bausenwein sie nennt – „Die letzten Männer“. Ein Buch über die Hüter des Tores war längs überfällig. Hier ist es! Und bietet einen sehr unterhaltsamen Streifzug durch die Fußballgeschichte, beginnt mit der Erfindung des Tores und stellt alle Größen zwischen den Pfosten vor – von „Fatty“ Foulkes über Zamora und Jaschin bis Olli Kahn. Akribisch hat der Autor ihre Macken und Mätzchen, Heldentaten und Patzer für die Ewigkeit zusammengetragen. Eine sachkundige, süffisante Hommage an die Gilde der Keeper.
    GONG

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