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Buch Facetten des Alters

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Facetten des Alters

Gestern, Heute, Morgen

    • 224 Seiten
    • 14 x 21 cm
    • Hardcover
    ISBN: 978-3-89533-381-1

    1. Auflage 2002

    Vorwort

    In den letzten Jahren werden das „Alter“ und das „Älter werden“ zunehmend in gesellschaftlichen und politischen Diskussionen thematisiert. Die Entdeckung älterer Menschen als besondere Zielgruppe von konsumorientierter Werbung oder Stichworte wie „Riester-Rente“ und „Altervorsorge“ machen auf diese Entwicklung aufmerksam und verdeutlichen gleichzeitig die Relevanz des Themas – nicht nur für alte Menschen.
    Was in den eingangs angedeuteten Debatten häufig fehlt, ist ein historischer Blick, der Kontinuitäten und Brüche im Umgang mit älteren Menschen von gesellschaftlicher und staatlicher Seite aufzeigen und ebenso für aktuelle Entwicklungen sensibilisieren könnte. Hier sei stellvertretend auf den Aspekt der Altersarmut, aber auch auf die häufig skandalöse Lebenssituation von alten Menschen in Heimen verwiesen. Gleichzeitig fehlt in der Beschäftigung mit dem Thema „Alter“ häufig die Perspektive der alten Menschen selbst oder der Personen, die im Pflegebereich oder in anderen für alte Menschen relevanten Berufsfeldern tätig sind.
    Das vorliegende Buch erhebt nicht den Anspruch, die genannten Lücken zu schließen. Indem eben unterschiedliche „Facetten des Alters“ thematisiert werden, ermöglichen die hier präsentierten Aufsätze einen Einblick in die Vielfalt des Lebens im Alter. So will das Buch Denkanstöße geben und eine wichtige gesellschaftspolitische Diskussion konkret am Beispiel der Stadt Göttingen aus historischer und aktueller Perspektive aufzeigen.

    Gerade letztgenannter Aspekt ist für die Arbeit der Geschichtswerkstatt Göttingen sehr wichtig. Die Geschichtswerkstatt ist ein Verein, der sich mit lokal und regional orientierter Alltagsgeschichte beschäftigt und diese einem breiten Publikum vermittelt. Unter Alltagsgeschichte verstehen wir eine Geschichte, die Erfahrungen von Menschen, d.h. ihre Perspektive auf geschichtliche Ereignisse und Prozesse, ins Zentrum rückt. Dazu gehört auch, auf den ersten Blick „randständige“ Themen zu bearbeiten und somit neue Geschichtsbilder zu entwerfen. All dies findet sich im vorliegenden Buch wieder.
    Die Idee zu diesem Buchprojekt entwickelte Martin Heinzelmann, der im Weiteren intensiv und umsichtig den Kontakt zu AutorInnen herstellte und sich um die Realisierung des Projekts kümmerte. Martin Heinzelmann, der damit nach den „Umweltgeschichtlichen Erkundungen in Göttingen“ bereits das zweite Buch im Rahmen der Geschichtswerkstatt vorlegt, sei an dieser Stelle ganz herzlich für seine Arbeit gedankt. Ohne sein Engagement hätte es das Projekt „Facetten des Alters“ nicht gegeben.
    Die Geschichtswerkstatt Göttingen war und ist immer bemüht, Menschen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Kontexten für die Erarbeitung historisch-politischer Inhalte zusammenzubringen und dabei insbesondere den Blick von Betroffenen zu berücksichtigen. Dieser Ansatz spiegelt sich auch in der Zusammensetzung der AutorInnen des vorliegenden Buches wieder. Ohne ihre Mitarbeit und ihre aktive Unterstützung wäre das Buch nicht entstanden. Bei ihnen möchten wir uns daher ganz besonders bedanken.

    Geschichtswerkstatt Göttingen e.V

    Inhaltsverzeichnis

    Vorwort
    Einleitung

    I. Historischer Teil
    1. Die gute alte Zeit oder Die Hospitäler in Göttingen
    (Britta Quebbemann)

    2. Leben im Alter: Alten- und Rentenpolitik
    in der Weimarer Republik und im „Dritten Reich“
    (Sabine Schlachter)

    II. Zwischen Gestern und Heute
    1. Das Feierabendhaus – vom Altersruhesitz für
    Lehrerinnen bis zum stadtteilbezogenen Service-Wohnen
    (Martin Heinzelmann)

    2. Gerontopsychiatrische Versorgung alter Menschen
    in Göttingen: Regionalgeschichtliche und aktuelle Aspekte
    (Marlies Onken und Ulrike Mälzig)

    III. Neuere Einrichtungen und Initiativen
    1. Das Göttinger Erzählcafé –
    eine Möglichkeit des öffentlichen Erinnerns
    (Regina Meyer und Susanne Bosse)

    2. „Ich hätte ja nie gedacht, wie gut mir das tut.“
    Ein-Blicke in die erste Göttinger
    Alten-Wohngemeinschaft
    (Dr. Astrid Osterland)

    3. Das Hospiz an der Lutter – Göttinger Initiative
    für die Begleitung Schwerkranker, Sterbender
    und ihrer Angehörigen
    (Maria Ankermann)

    4. Die „Gastarbeiter“ werden alt
    (Philipp Mickat)

    5. „Bunte Blätter“ – Seniorenfunk
    im StadtRadio Göttingen
    (Helga Pfeiffer)

    6. Bildung für Ältere:
    Die Universität des Dritten Lebensalters
    (Martin Heinzelmann)

    IV. Anhang
    Verzeichnis der AutorInnen

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